Tag des Wolfes

Weidetierprämie einführen

Ein europäischer Grauwolf mit Welpen.
Der Wolf ist zurück in Deutschland und das Leben mit ihm muss erst wieder neu gelernt werden. Besonders die Weidetierhalter müssen ausreichend unterstützt werden. picture alliance / blickwinkel/S. Meyers
30.04.2019

Der Wolf ist zurück in Deutschland und breitet sich aus. Was ein Erfolg für den Artenschutz ist, bringt aber auch Konflikte mit sich, die mit wirksamen Maßnahmen gelöst werden müssen. Mit der Präsenz des Wolfes wird ein flächendeckender und standortangepasster Herdenschutz notwendig. Nur durch gute Prävention und eine schnelle, unbürokratische Kompensation von Wolfsübergriffen auf Nutztiere kann die Koexistenz von extensiver Weidetierhaltung und Wölfen funktionieren. Dafür brauchen die Schäferinnen und Bauern unsere Unterstützung, und zwar schnell, unbürokratisch und in ausreichender Höhe. Dafür setzen wir uns ein, denn das kommt vor Ort den Weidetierhaltern zu Gute.

Außerdem müssen die wirtschaftlichen Bedingungen für WeidetierhalterInnen grundsätzlich verbessert werden, das geht nur durch ein Umsteuern in der Agrarförderung: Weg von Massentierställen und hin zu Natur- und tierfreundlichen Halteformen. Wir müssen ganz grundsätzlich und strukturell die finanzielle Situation der Weidetierhalter, insbesondere der SchafhalterInnen verbessern. Sie bekommen für ihre Produkte nicht genug Geld, und können die zusätzliche Belastung durch den Wolf in der jetzigen Situation nicht stemmen. Deshalb wollen wir Grüne im Bundestag, dass die Bundesregierung endlich eine Weidetierprämie einführt, wie das bereits in 22 europäischen Staaten der Fall ist.