Corona-Maßnahmen

Wir dürfen nicht weiter zögern!

Coronavirus - Dresden
In vielen Städten und Kreisen hat sich die Lage eklatant zugespitzt. Krankenhäuser, Ärztinnen, Pfleger kommen an ihre Grenzen. Wir dürfen jetzt nicht weiter zögern. Deshalb muss ab nächster Woche bundesweit ein Shutdown mit härteren Maßnahmen greifen, um die Zahlen endlich zu senken. picture alliance | Sebastian Kahnert
11.12.2020
  • In vielen Städten und Kreisen hat sich die Lage eklatant zugespitzt. Krankenhäuser, Ärzt*innen und Pfleger*innen kommen an ihre Grenzen.
  • Wir dürfen jetzt nicht weiter zögern. Deshalb muss ab nächster Woche bundesweit ein Shutdown mit härteren Maßnahmen greifen, um die Zahlen endlich zu senken.
  • Wir haben Vorschläge, wie eine akute Senkung der Zahlen erreicht werden kann und ein langfristiger Plan mit Verlässlichkeit, Einheitlichkeit und Transparenz aussieht.

Die Infektionszahlen müssen runter. Deshalb sollten Menschen zu Hause bleiben und Kontakte auf den eigenen Haushalt beschränken. Homeoffice sollte, soweit möglich, der Regelfall werden und Geschäfte schließen, abgesehen von Geschäften mit Waren des täglichen Bedarfs. Unmittelbar mit den Geschäftsschließungen müssen für die betroffenen Unternehmen weitere Hilfen bereitgestellt werden.

Schulen

Schon in der nächsten Woche, noch vor Ferienbeginn, sollten Schulen ab der 7. Klasse auf digitalen Fernunterricht umstellen. Für die unteren Klassen sollte die Präsenzpflicht aufgehoben werden. Gleichzeitig muss für Kita- und Grundschulkinder in den Einrichtungen eine unbürokratische und begründungslose Betreuungsgarantie greifen.

Weihnachten

Über Weihnachten wieder mehr Kontakte zuzulassen, ist zu riskant. Aber niemand sollte über die Weihnachtsfeiertage allein bleiben. Weihnachten ist für viele Menschen wichtig – als Fest von Familien, Freundinnen und Freunden, als eine Zeit der Gemeinsamkeit, des Wiedersehens.

Aber weil die Lage so schlecht ist und in den Krankenhäusern das Pflegepersonal am Anschlag arbeitet, ist es richtig, dass auch an Weihnachten nur Menschen aus maximal zwei Haushalten oder aus der Kernfamilie zusammenkommen.

Ja, das ist ein harter Einschnitt und wirft viele Pläne über den Haufen. Aber: Besser an Weihnachten klein feiern als kurz nach Weihnachten eine noch größere Infektionswelle zu haben.

Besuche in Alten- und Pflegeeinrichtungen müssen mit erhöhter Vorsicht möglich bleiben, ebenso wie Sterbegleitung. Dafür muss Schutzkleidung zur Verfügung gestellt werden.

Stufenplan für verlässliche Perspektive

Die Situation zeigt erneut, wie wichtig vorausschauendes, planbares Handeln und eine längerfristige Perspektive sind, damit nicht dauernd nachgesteuert werden muss. Deshalb müssen wir endlich zu einem Gesetz mit einem bundesweit verbindlichen Stufenplan kommen, durch den klar ist, wann und wo welche Maßnahmen gelten. So können wir in Zukunft an die regionale Lage angepasst handeln, damit wir gut über den weiteren Winter kommen.