Kita und Schule

Wege aus der Bildungskrise

Kinder spielen auf dem Spielplatz einer Kindertagesstätte.
Kinder haben ein Recht auf Bildung, auch in einer Pandemie. Mit einem Bildungsschutzschirm für Kinder und Jugendliche wollen wir dafür sorgen, dass alle jungen Menschen mit Rückenwind durch die Krise kommen. picture alliance | Rolf Vennenbernd
25.03.2021
  • Kinder haben ein Recht auf Bildung, auch in der Pandemie. Familien brauchen Perspektiven. Der sicheren Öffnung von Kitas und Schulen räumen wir höchste Priorität ein.
  • Mit einem verlässlichen Stufenplan, ausreichend kostenlosen Tests für Kitas und Schulen sowie mobilen Luftfiltern wollen wir das Lernen überall sicher ermöglichen.
  • Über einen Bildungsschutzschirm für Kinder und Jugendliche stärken wir junge Menschen in der Krise und sichern gute Zukunftschancen. Mit zusätzlicher Lernförderung, mehr Schulsozialarbeit und einer Digitalisierungsoffensive sorgen wir für Rückenwind.

Recht auf Bildung sichern

Kinder haben ein Recht auf Bildung, auch in einer Pandemie. Mit jedem Monat der Krise verschärft sich die bestehende soziale Ungleichheit. Aber auch Kinder mit guten Startchancen leiden zunehmend unter fehlenden sozialen Kontakten, eingeschränkten Sportmöglichkeiten und fehlenden Freizeit- und Kulturangeboten. All das führt zu psychischen Belastungen, die sich auch dauerhaft negativ auf die Entwicklung junger Menschen auswirken können.

Sichere Lernräume schaffen

Wir wollen, dass sich alle Schüler*innen, Eltern, Erzieher*innen und Lehrkräfte auf das Wesentliche konzentrieren können – gute Betreuung und guter Unterricht. In unserem Antrag schlagen wir ein Sofortausstattungsprogramm für Antigen-Schnelltests vor. Jedes Kind und jede Erzieher*in oder Lehrkraft soll sich zwei bis drei Mal pro Woche kostenlos testen können.

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Bundestagsrede von Margit Stumpp MdB vom 25.3.2021

Mit einem Förderprogramm „Mobile Luftfilter für Schulen“ wollen wir zudem für frischen Wind in Kitas und Schulen sorgen.

Mit Rückenwind durch die Krise

Vor allem Kinder, mit weniger guten Startchancen, wurden teilweise über Monate kaum noch von ihren Lehrer*innen erreicht. Doch gerade sie brauchen die meiste Unterstützung und sollen mit Rückenwind durch die Krise kommen. Dafür spannen wir einen Bildungsschutzschirm auf. Bund und Länder müssen zusätzliches Geld in die Hand nehmen, damit Lernlücken geschlossen und psychosoziale Beratung ausgebaut werden kann. Masterstudierende und pensionierte Lehr­kräfte können als wichtige Bildungslotsen und Mentor*innen Orientierung geben. Erst mit zusätzlichem Personal werden Kleingruppenangebote und gezielte Förderung möglich.

Blindflug beenden – Auswirkungen der Krise erforschen

Was die tatsächlichen Auswirkungen der Pandemie auf Schulen, Schüler*innen, Lehrkräfte und Familien angeht, befinden sich die zuständigen Minister*innen in Bund und Ländern noch immer im Blindflug. Das wollen wir ändern, denn nur wer die Herausforderungen kennt, kann passgenaue Lösungen entwickeln. Mit einem umfangreichen und koordinierten Forschungsprogramm wollen wir systematisch untersuchen, wo Kinder und Jugendliche nach über einem Jahr Pandemie stehen, welche Bedürfnisse sie haben, und was sie brauchen, um stark aus der Krise zu kommen.

Aufbruch ins digitale Zeitalter

Auch bei der Digitalisierung im Klassenzimmer wollen wir Tempo machen. Trotz der Milliarden aus dem Digitalpakt sind auch im zweiten Jahr der Pandemie Tablets, Notebooks und gute Konzepte und Beratungsangebote für den digitalen Unterricht Mangelware. Das muss sich ändern. Gerade in der Krise brauchen wir pragmatische Lösungen, damit Deutschland endlich in die Spitzengruppe der digitalisierten Schulsysteme aufschließt. Dafür wollen wir den Digitalpakt beschleunigen und zu einem echten gemeinsamen Vorhaben von Bund und Ländern weiterentwickeln. Mit einer Bundeszentrale für digitale und Medienbildung wollen wir einen Aufbruch für mehr Kompetenzen in den Bereichen Digitalisierung, Informatik und Medien starten.

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Bundestagsrede Beate Walter-Rosenheimer MdB vom 25.3.2021