Grünes Konzept für eine zeitgemäße Altenpolitik Gut Leben im Alter - Jetzt und in Zukunft

"Leipziger Steppladies" proben für eine Auftritt
Die grüne Bundestagsfraktion hat ein Konzept für ein gutes Leben im Alter entwickelt. Das Konzept verschränkt vier Lebensbereiche: Ein sicheres Auskommen und bezahlbaren Wohnraum, mit einer guten Gesundheitsversorgung vor Ort, in der gewohnten Umgebung selbstbestimmt leben zu können, mehr Angebote für alternative Wohnformen und die Möglichkeit den Übergang vom Erwerbsleben in die Rente flexibel gestalten zu können.

Aktiv, gesund und gut abgesichert – so wünscht sich die Mehrheit der Menschen in Deutschland ihr Leben im Alter. Doch so unterschiedlich die Lebensentwürfe der heute Jüngeren, so unterschiedlich ist ihr Bild davon, wie „Gutes Leben im Alter“ aussieht. Während den einen wichtig ist, ihren heutigen Lebensstandard zu halten, finden andere Selbstbestimmung entscheidend – ob beim Wohnen oder dabei, nicht nach einer starren Altersgrenze aus dem Beruf gehen zu müssen. Für viele ist es vor allem wichtig, bis ins hohe Alter teilzuhaben, sich einmischen zu können und ihr soziales Netz aus Freunden und Familie zu erhalten.

Sorge kommt auf: „Wie werde ich im Alter leben“?

Gleichzeitig treibt immer mehr Menschen die Sorge um, ob sie im Alter in die Armut abrutschen. Die Frage „Wie werde ich im Alter leben?“ blitzt auf und begleitet viele auch in den weiteren Lebensphasen. Hier hat die Politik ihre Aufgabe und muss Veränderungen anschieben.

Grüne haben Konzept entwickelt: „Gut Leben im Alter“

Die grüne Bundestagsfraktion möchte den Rahmen dafür schaffen, dass Frauen wie Männer selbstbestimmt auch im Alter gut leben – und zwar unabhängig vom Geldbeutel. Dafür haben wir unser Konzept „Gut Leben im Alter“ entwickelt, das mehr Lebensqualität auch für diejenigen bringen soll, die unterbrochene Berufsbiografien oder wenig Geld haben. Es verschränkt vier Lebensbereiche, die nur gemeinsam hohe Lebensqualität im Alter ermöglichen. Denn wer heute den politischen Rahmen dafür gestalten will, darf nicht allein über die Rente reden.

  1. Altern – gut abgesichert: für ein sicheres Auskommen und bezahlbare Wohnungen.

  2. Altern – bei möglichst guter Gesundheit: für ein selbstbestimmtes Leben in der gewohnten Umgebung durch Gesundheitsförderung vor Ort und einer Gesundheits- und Pflegepolitik, die den Mensch in den Mittelpunkt stellt.

  3. Altern – selbstbestimmt und mobil: für mehr alternative Wohnformen und eine neue, nachhaltige Mobilität.

  4. Altern – beruflich und sozial aktiv: den Übergang vom Erwerbsleben in die Rente flexibel gestalten können und im Ruhestand aktiv in die Gesellschaft eingebunden sein.

Beratung und Angebote vor Ort besser vernetzen

Wo finde ich Infos über gemeinschaftliches Wohnen? Wie kann ich mich in meinem Kiez engagieren? Gibt es Weiterbildungsangebote für mich als Rentnerin? Zwar gibt es für viele Fragen heute bereits Antworten oder Unterstützung: Allein, die Menschen, die sie brauchen, wissen oft davon nichts. Um bei allen Fragen rund ums Alter Anlaufstellen und Orientierung zu bieten, schlagen wir ein Förderprogramm für „Lotsen-, Informations- und Vernetzungsstellen – LIVE“ vor. Mit dem Programm soll nicht nur die Beratung verbessert, sondern auch bestehende Angebote zusammengeführt und neue Projekte angestoßen werden.

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