Solardeckel

Wirtschaft unterstützen – Solardeckel abschaffen

Montage einer Solaranlage auf dem Ziegeldach eines Wohnhauses. Fellheim, Bayern, Deutschland,
Wir fordern die Abschaffung des Solar-Deckels. Dies gibt Planungssicherheit für die Branche und hilft der deutschen Wirtschaft auch in der Krisenzeit. picture alliance/JOKER
25.03.2020
  • Die Corona-Krise ist eine erhebliche Belastung für unsere Wirtschaft. Wir wollen alles Erforderliche tun, um sie mit nachhaltigen und zukunftsfähigen Lösungen zu unterstützen. 
  • Die Hilfen der Bundesregierung für Unternehmen sind angemessen und notwendig. Es bedarf aber noch weiterer Maßnahmen, die den einzelnen Branchen eine Zukunftsperspektive geben.
  • Dafür muss vor allem der Solardeckel abgeschafft werden, um die Erneuerbaren-Branche zu unterstützen und dort Arbeitsplätze zu sichern.

Die Corona-Krise hat erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Kraftwerks- und Netzbetreiber bestätigen, dass die Energieversorgung gewährleistet ist. Aber vielen Unternehmen fehlen derzeit die Kundschaft beziehungsweise die Absatzmärkte. Die aktuellen Hilfemaßnahmen der Bundesregierung sind daher wichtig und notwendig, um Arbeitsplätze und Unternehmen zu erhalten. Um den Menschen und Unternehmen aber eine langfristige und nachhaltige Perspektive auch nach der Krisensituation zu bieten, sollten wir die klima- und energiepolitischen Aspekte nicht aus den Augen verlieren. Denn diese machen nicht nur unsere Wirtschaft fit für die Zukunft, sondern sie geben den Branchen bereits heute Planungssicherheit. Auf diese Weise können Arbeitsplätze hier und jetzt erhalten und künftige geschaffen werden.

Solardeckel abschaffen

Die Erneuerbaren-Branche könnte auch in dieser akuten Krisenzeit einen Beitrag zur Stärkung unserer Wirtschaft beitragen – wenn man sie es machen lässt! Wir fordern die Bundesregierung dringend auf, die immer noch geltende 52-Gigawatt-Deckelung für den Ausbau der Solarenergie aufzuheben. Der Photovoltaik-Ausbau könnte zum Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen und Wirtschaftsleistung beitragen, wenn das Ausbauhindernis schnellstmöglich abgeschafft wird. Der von der Bundesregierung eingezogene Ausbaudeckel wird voraussichtlich in der Sommerpause erreicht und es wäre fahrlässig, die dadurch entstehenden wirtschaftlichen Verluste noch zusätzlich in Kauf zu nehmen. Neben der Abschaffung des Solardeckels sollte die Bundesregierung auch endlich ihren Streit über die Abstandregelungen bei Windenergieanlagen beilegen. Pauschale Abstände würden den Ausbau weiterhin dämmen – obwohl gerade jetzt weitere Ankurbelung notwendig wäre.

Hilfemaßnahmen und Klimaschutz in Einklang bringen

Derzeit ist es notwendig, dass Unternehmen in der akuten Krisensituation schnell und unkompliziert geholfen wird. Gleichzeitig müssen die künftigen Entwicklungsperspektiven unserer Wirtschaft im Blick behalten werden und die Investitionen entsprechend ausgerichtet werden. Wettbewerbsfähig bleiben bedeutet, in neue, saubere Technologien zu investieren und die Unternehmen bei der ökologischen Transformation zu unterstützen. Daher sollen die Hilfemaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise dienen ohne dabei den Klimaschutz und das Ziel der klimaneutralen Wirtschaft außen vor zu lassen. Mit der Energiewende, vor allem mit dem Kohleausstieg und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien, haben wir bereits wichtige Instrumente in der Hand. Diese wollen wir weiterhin konsequent umsetzen, denn sie stärken unsere Wirtschaft nachhaltig und langfristig.