Energieberatung Bundesregierung stiftet unnötige Verwirrung

Energieberater macht Analyse mit Computer

Die Bundesregierung will die Sanierungsrate verdoppeln, scheint ihr eigenes Ziel aber nicht ernst zu nehmen, wie unsere Kleine Anfrage zu Qualität von Energieberatungen zeigt. Denn sonst müsste sie sich nicht nur um die Verbesserung der Qualität der Beratungen kümmern, sondern auch die Anzahl der qualifizierten Energieberater im Blick behalten. Um die Sanierungsrate zu verdoppeln, werden wir mehr qualifizierte Energieberater brauchen.

Auch hält die Bundesregierung es nicht für erforderlich, für den Beruf der Energieberater einheitliche Grundqualifikationen festzulegen. Stattdessen will sie durch die Effizienz-Experten-Liste EnergieberaterInnen im Nachhinein aussieben. Statt Klarheit schafft die Bundesregierung erst mal eine neue Liste. Planungssicherheit sieht anders aus.

Die Bundesregierung schafft parallele Anlaufstellen bei der Energieeffizienz, ohne erklären zu können, warum. Sie lässt bei der Deutschen Energie-Agentur (DENA) eine neue, kostenpflichtige Liste für Energieberater einrichten, welche seit Januar für bestimmte Förderprogramme der KfW Pflicht sein sollte. Doch während auf der Vor-Ort-Beraterliste des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fast 4500 Personen eingetragen waren, sind es in der DENA-Effizienz-Experten-Liste bis jetzt nur 400.

Die Bundesregierung stiftet durch ihre neue Liste unnötig Verwirrung, statt die Verbraucher mit klaren Informationen und Anlaufstellen beim Energiesparen zu unterstützen. Auch bei der Energieberatung verschläft die Bundesregierung die Energiewende.

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