Kohleausstieg Fahrplan für den Kohleausstieg

Braunkohlekraftwerk Jänschwalde
Sechs der zehn klimaschädlichsten Kohlekraftwerke in Europa stehen in Deutschland. Im Bild eine der größten CO2-Schleudern im brandenburgischen Jänschwalde.

Alle wissen: Kohlekraftwerke sind Klimakiller. Für unsere Energiezukunft taugen sie nicht. Der Ausstieg aus der Kohlenutzung muss deshalb jetzt eingeleitet werden, um die Ziele des Weltklimavertrags von Paris erreichen zu können. Die Bundesregierung verweigert sich dem Thema. In ihrem jüngst veröffentlichten Klimaschutzprogramm kommt der Kohleausstieg schlichtweg nicht vor.

Schritt für Schritt raus aus der Kohle

Die grüne Bundestagsfraktion geht jetzt voran: Mit dem Fahrplan Kohleausstieg zeigen wir, wie der Einstieg in eine Zukunft ohne Kohle aussehen sollte.

Viele sind noch skeptisch: Funktioniert eine Energieversorgung ohne Kohle? Was ist mit den Arbeitsplätzen? Und die Energiekonzerne wollen noch möglichst lange Geld mit ihren zum Teil uralten abgeschriebenen Kohlekraftwerken verdienen.

Auf diese Fragen und Sorgen geht unser Fahrplan Kohleausstieg ein. Wir wollen Planungssicherheit für die Betreiber und die betroffenen Regionen. Wir setzen auf den Strukturwandel und sprechen uns für einen breiten gesellschaftlichen Diskurs aus. Binnen 20 Jahren sollte der Kohleausstieg so gelingen.

Zukunft gestalten

Wer jetzt wartet, riskiert die Zukunft. Denn zurzeit leisten wir uns de facto zwei Stromversorgungssysteme: das alte dreckige auf Kohlebasis und ein neues sauberes auf Basis von Ökostrom. Das ist volkswirtschaftlich unsinnig und kostet die Stromkunden unnötig viel Geld. Denn dieFrage, ob wir nach der Atomkraft auch auf die Kohlekraft verzichten können, ist inzwischen beantwortet.

Sogar die konventionelle Energiewirtschaft geht fest davon aus, dass die Stromversorgung in Deutschland zunehmend auf erneuerbaren Energien basieren wird. Unterstützt wird das durch kleinere, effiziente und flexibel einsetzbare Gas- und Biogas-Kraftwerke sowie zunehmend auch von Speichern. Verbunden werden die vielen, dezentrale eingesetzten Anlagen über ein leistungsfähiges Stromnetz, das den Strom schnell und effizient vom Erzeugungs- zum Verbrauchsort transportiert. Strombedarf und -erzeugung werden über eine intelligente Steuerung jederzeit und an jedem Ort zielsicher aufeinander abgestimmt. In diesem umweltfreundlichen und flexiblen System gibt es schlicht keinen Platz für Kohlekraftwerke. Sie sind nicht nur zu dreckig, sondern auch zu unflexibel, um auf den schnell wechselnden Strombedarf reagieren zu können.

Kohleausstieg jetzt einleiten

Der Kohleausstieg ist also auch energiewirtschaftlich geboten. Denn ein zügiger und planbarer Einstieg in die neue Stromwelt ohne Kohlekraft bietet wirtschaftliche Vorteile und schafft die Arbeitsplätze von Morgen. Das hat die Bundesregierung leider nicht erkannt, die bei der Energiewende herumeiert und der Kohlekraft eine Bestandsgarantie erteilt hat.

Wir Grüne im Bundestag zeigen mit unserem Fahrplan Kohleausstieg, wie es geht. Raus aus der Kohle für Umwelt und Gesundheit, für das Klima und für zukunftsfähige Arbeitsplätze!

Alle wissen: Kohlekraftwerke sind Klimakiller. Für unsere Energiezukunft taugen sie nicht. Der Ausstieg aus der Kohlenutzung muss deshalb jetzt eingeleitet werden, um die Ziele des Weltklimavertrags von Paris erreichen zu können.

Die Bundesregierung verweigert sich dem Thema. In ihrem eben veröffentlichen Klimaschutzprogramm kommt der Kohleausstieg schlichtweg nicht vor. Die grüne Bundestagsfraktion geht jetzt voran: Mit dem Fahrplan Kohleausstieg zeigen wir, wie der Einstieg in eine Zukunft ohne Kohle aussehen sollte.

Schritt für Schritt raus aus der KohleViele sind noch skeptisch: Funktioniert eine Energieversorgung ohne Kohle? Was ist mit den Arbeitsplätzen? Und die Energiekonzerne wollen noch möglichst lange Geld mit ihren zum Teil uralten abgeschriebenen Kohlekraftwerken verdienen.

Auf diese Fragen und Sorgen geht unser Fahrplan Kohleausstieg ein. Wir wollen Planungssicherheit für die Betreiber und die betroffenen Regionen, setzen auf den Strukturwandel und sprechen uns für einen breiten gesellschaftlichen Diskurs aus. Binnen 20 Jahren sollte der Kohleausstieg so gelingen.

Zukunft gestalten

Wer jetzt wartet, riskiert die Zukunft. Denn zurzeit leisten wir uns de facto zwei Stromversorgungssysteme. Das alte dreckige auf Kohlebasis und ein neues sauberes auf Basis von Ökostrom. Das ist volkswirtschaftlich unsinnig und kostet die Stromkunden unnötig viel Geld.

Die Frage, ob wir nach der Atomkraft auch auf die Kohlekraft verzichten können, ist inzwischen beantwortet. Sogar die konventionelle Energiewirtschaft geht fest davon aus, dass die Stromversorgung in Deutschland zunehmend auf erneuerbaren Energien basieren wird, die durch kleinere, effiziente und flexibel einsetzbare Gas- und Biogas-Kraftwerke sowie zunehmend auch von Speichern unterstützt werden. Verbunden werden die vielen, dezentrale eingesetzten Anlagen über ein leistungsfähiges Stromnetz, das den Strom schnell und effizient vom Erzeugungs- zum Verbrauchsort transportiert. Strombedarf und -erzeugung werden über eine intelligente Steuerung jederzeit und an jedem Ort zielsicher aufeinander abgestimmt. In diesem umweltfreundlichen und flexiblen System gibt es schlicht keinen Platz für Kohlekraftwerke. Sie sind zu unflexibel, um auf den schnell wechselnden Strombedarf reagieren zu können.

Kohleausstieg jetzt einleiten

Der Kohleausstieg ist also auch energiewirtschaftlich geboten. Denn ein zügiger und planbarer Einstieg in die neue Stromwelt ohne Kohlekraft bietet wirtschaftliche Vorteile und schafft die Arbeitsplätze von Morgen. Das hat leider die Bundesregierung nicht erkannt, die bei der Energiewende herumeiert und der Kohlekraft eine Bestandsgarantie erteilt hat.

Wir Grüne im Bundestag zeigen mit unserem Fahrplan Kohleausstieg auf, wie es geht. Raus aus der Kohle für Umwelt und Gesundheit, für das Klima und für zukunftsfähige Arbeitsplätze!

Dieser Artikel wurde am 22.8.2016 veröffentlicht und am 20.9.2016 aktualisiert.

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13 Kommentare
Träumen muss schön sein
Frank Apfel 23.08.2016

Ich hab selten so einen Unfug gelesen wie auf den 40 Seiten auf in die Energiewelt.

Wenn man natürlich zurück möchte in das Mittelalter, dann machen solche Experimente Sinn.

-Zappelstrom ist nicht grundlastfähig.
- Speicher sind enorm teuer
- WKA sind Industrieanlagen die die Landschaft zerstören, Vögel töten und die Stroboskopierung verurschat psychische Schäden, von den Geräuschen ganz zu schweigen.
- Die 8.000 Arbeitsplätze in der PV sind ein Witz, ebenso die 80.000 im Bereich Wind (bitte nicht den Steuerberater und Handwerker dazuzählen den es vorher auch schon gegeben hat)

Übrigens das fossile Zeitalter hat zu einer deutlichen Erhöhung des Lebensalters beigetragen.

Kohle stoppen Energieversorgung sichern
Joachim Kötz 29.08.2016

wer die Kohlekraftwerke abschalten will, muss als erstes sicherstellen, dass mit anderen Techniken die Stromnetze bedarfsgerecht stabil gehalten werden. Mit Wind und Solar ist dies nicht möglich. Biomasse ist bereits ausgereitzt und deren weiterer Ausbau gefährdet akut die Natur durch riesige Monokulturen. Wasserkraft ist in Deutschland ebenfalls an der grenze ihrer Möglichkeiten. Bleiben nur noch Gaskraftwerke, diese lassen sich jedoch nur durch Umlagen für deren Vorhaltung wirtschaftlich betreiben. Am Ende besteht der Strompreis nur noch aus Steuern, Gebühren und Umlagen. Mit Wettbewerb hat dies nichts mehr zu tun.

Fehlt da nicht noch was?
Thomas 31.08.2016

Ich habe das jetzt ernsthaft durchgeackert.
Nach dem doch etwas langen Einleitungstext (ca 1/3 der Seite erst einmal mit "dreckig", "schädlich" "teuer") kommt das eigentliche Konzept und da lese ich nur "abschalten", "verbieten", "regeln", "durchsetzen" und "beschließen".
Das einzig relevante, was ich in dem grandiosen Programm nicht finde, ist: Die ANTWORT auf die Frage, wie die Fahrplangestalter denn die 40% Energiebedarf decken wollen, die aktuell mit Braunkohle gesichert sind.
Mit der zaghaft mal im Nebensatz erwähnten Förderung für Eigenversorgung auf KWK-Basis und mit Erhöhung der Energieeffizienz (also eigene Sparsamkeit an Strom und Wärme)? Das ist doch ein Scherz!

langweilige Diskussion
Joachim Kötz 31.08.2016

Es ist erstaunlich wie einseitig (aber nicht unbedingt falsch) hier Kommentare abgegeben werden. Für den Kohleausstieg müsste es doch diskussionsfähige Befürworter geben, die auf kritische Kommentare mit sachgerechten Argumenten antworten könnten. Zumindestens würde ich dies von den Verfassern der Artikel erwarten. Oder halten diese, was sie geschrieben haben, selbst für quatsch? Ein grundlegender Umbau unserer Energieversorgung sollte doch einen regen Meinungsaustausch (respektvoll) hervorrufen. Ich wundere mich gerade sehr!

Kein Konsens
Korbinian Rottmair 02.09.2016

"So wie es für unseren alten Atomausstieg 2000 einen gesellschaftlichen Konsens gab, so gibt es heute eine breite gesellschaftliche Mehrheit, die der Kohleverstromung kritisch gegenüber steht."

Das ist Blödsinn, es gab nie einen Konsens darüber, sondern zwei Lager, die mehr oder weniger gleich stark waren. Im Übrigen hat die Grünen der Bürgerwille nie wirklich interessiert, vor Tschernobyl gab es eine breite Mehrheit für Atomkraft, genau wie im Dezember vor Fukushima 51% dafür waren, beides hat die Grünen nicht beeindruckt.

Das sieht man auch hier, es ist keine Volksabstimmung geplant, obwohl die Grünen sie eigentlich fordern, am grünen Wesen soll die Welt genesen...

Sehr geehrter Herr Denzer
Joachim Kötz 07.09.2016

in dieser Diskussion hat die gruene Redaktion keinen Beitrag von mir gelöscht. (Siehe Seite 1 der Kommentare) In anderen Diskussionen kam das schon mal vor und ich konnte nicht fesstellen, ob dies politisch oder technisch bedingt war.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Kötz

Da fehlt doch was
A.S. 08.09.2016

Liebe Grüne, so sehr ich einen Kohleausstieg begrüßen würde: So geht der nicht. Da fehlt doch das Wesentliche, nämlich die Alternative. Durch was soll der Kohlestrom denn an windstillen Regentagen ersetzt werden? Energieversorgung ist primär eine Technikfrage, in euren 10 Punkten werden aber nur politische Fragen behandelt, ganz so als sei der politische Wille die eigentliche Herausforderung. Da müsst ihr dringend nochmal nacharbeiten, zumal bereits beim EEG Gesetz die fehlende Berücksichtigung von technischen Fragen so langsam Probleme bereitet. Wenn ihr diesen Fehler nicht wiederholen wollt ergänzt die 10 Punkte noch um Alternativen.

Enttäuscht
Tobias Quos 26.09.2016

Als erstes einmal, bin ich für den Kohleausstieg. Ich wollte mich Informieren, wie sich die Grünen das Vorstellen, aber ich habe keine Antworten gefunden. Es steht in diesen Text nicht das drin, worauf es Ankommt. Es ist kein Fahrplan zu erkennen, wie 40% der jetzigen Energieerzeugung innerhalb der nächsten 20 Jahre aufgefangen werden sollen. Es ist richtig, das die Erneuerbahren Energien wachsen werden, aber das Haupproblem ist und bleibt die Speicherung dieser Energie und das zur Verfügungstellen , wenn es gebraucht wird. In diesem Text sind Politische Stetmants zu lesen, aber keine technischen Möglichkeiten benannt. Das ist einfach nur schlecht, was hier Dargestellt wird. Überarbeiten!

So geht Netzstabilität mit Erneuerbaren
Luca Brunsch 04.10.2016

An alle, die sich hier wegen den Schwankungen bei den Erneuerbaren Sorgen machen: man kann in stillgelegten Kraftwerken Schwungräder nutzen - in Biblis macht man das bereits.Es gibt Wechselrichter, Lastensteuerung, Schleswig-Holstein baut gerade NordLink zu den Norwegischen Pumpspeicherkraftwerken, die vorhandenen Wasserkraftwerke in Deutschland können genutzt werden, genauso wie Reservegaskraftwerke, die auch mit Wasserstoff aus erneuerbarem Strom befeuert werden können, ebenso Biomasse (die Potentiale sind noch nicht ganz ausgereizt, der Ausbau ist nur wegen der politischen Rahmenbedingungen, die die derzeitige Bundesregierung setzt, bei 0). Auch Batteriespeicher werden langsam billiger.

Studien zu Systemdienstleistungen bei Erneuerbaren Energien
Luca Brunsch 04.10.2016

Eine Studie die ausführlicher darstellt, wie das bei einem längeren Ausfall von Wind und Sonne (der übrigens, meine ich zumindest gelesen zu haben, mindestens seit Beginn der Energiewende noch nicht vorgekommen ist) funktionieren kann:
http://www.bet-aachen.de/service/studien-gutachten/detail-studien/artikel/moeglichkeiten-zum-ausgleich-fluktuierender-einspeisung-aus-ee.html
Außerdem: http://www.dena.de/fileadmin/user_upload/Projekte/Energiesysteme/Dokumente/dena-Studie_Systemdienstleistungen_2030.pdf

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