Erneuerbare-Energien-Gesetz Unternehmen drücken sich weiter um Ökostrom-Umlage

Euroscheine stecken in einem angeschalteten Stromverteiler.

Laut Bundesumweltministerium haben 2.367 Unternehmen für insgesamt 3.458 Abnahmestellen eine Befreiung von der EEG-Umlage im nächsten Jahr beantragt. Damit erhöht sich die Summe des zur Befreiung beantragten Stromverbrauchs auf gigantische 119.000 Gigawattstunden. Das entspricht einer Steigerung von über elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für die entstehende Lücke bei der EEG-Umlage werden Privathaushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen aufkommen müssen. Für sie werden sich die EEG-Umlage und somit auch der Strompreis im nächsten Jahr weiter erhöhen.

Schwarz-Gelb erhöht den Strompreis

Für diese massive Erhöhung ist einzig und allein die schwarz-gelbe Bundesregierung verantwortlich. Denn sie hat die Voraussetzungen, um in den Genuss der Privilegierung zu kommen, massiv heruntergeschraubt. Seit 2012 kann jedes Unternehmen sich befreien lassen, das einen Stromverbrauch von mindestens einer Gigawattstunde pro Jahr hat – statt vorher 10 Gigawattstunden – und dessen Stromverbrauch mindestens 14 Prozent der Bruttowertschöpfung ausmacht.

Die ursprünglich von Rot-Grün eingeführte sogenannte „Besondere Ausgleichsregelung“ hatte zum Ziel, im internationalen Wettbewerb stehende Unternehmen zu schützen. Dahin wollen wir auch zurück. Denn durch die aktuelle Regelung profitieren unter anderem Schlachthöfe, Pommesfabriken und Braunkohletagebaue – Unternehmen also, die mitnichten im internationalen Wettbewerb stehen. Um die fehlenden Einnahmen auszugleichen, wird sich die EEG-Umlage für Private und den Mittelstand nach einer Faustformel des Öko-Instituts um rund 0,2 Cent pro Kilowattstunde erhöhen. Diese ungerechtfertigte Umverteilung von unten nach oben muss ein Ende haben!

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