Das gute Leben auf dem Land

Zuzug

Ein leerer Spielplatz und ein Kinderwagen.
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion / Maak
14.08.2021

Es gibt viele gute Gründe, aufs Land zu ziehen: Die Freude am eigenen Garten oder der Wunsch, sich ein altes Haus umzubauen. Die Sehnsucht nach Ruhe und Entschleunigung oder der nach Wanderstrecken direkt vor der Haustür. Nicht zuletzt auch die beruflichen Möglichkeiten, an einem Ort zu arbeiten, wo neue Fachkräfte mit Handschlag begrüßt werden oder viel kreativer Freiraum zur Verfügung steht.

Stadt war gestern, wir ziehen jetzt aufs Land!

Und es gibt einige gute Zeitpunkte, um aufs Land zu ziehen: Wenn die Familienplanung beginnt und die Kinder in der Natur oder in der alten Heimat aufwachsen sollen. Oder wenn die Kinder aus dem Haus sind. Oder wenn die „Wanderjahre“ vorbei sind und man sich nach Ausbildung oder Studium an einem entspannten Ort niederlassen möchte.

Es gibt viele interessante Wohn- und Lebensangebote in den ländlichen Räumen. Und manch eine Region bietet mehr Arbeits- und Wohnmöglichkeiten und eine bessere Infrastruktur, als der erste Blick vermuten lässt. Damit Regionen und Zuzügler*innen zusammenkommen, kommt es auf die richtigen Angebote für beide Seiten an: Probewohnen kann eine sinnvolle Möglichkeit sein, sich dem Landleben zu nähern. Oder um Alte und Junge, Gründer*innen und Interessierte für die Region zu begeistern.

Besonders aber braucht es eine zielgruppenspezifische Beratung: Für Familien sind Informationen zu Kitas, Schulen und Freizeit relevant, für junge Erwachsene eher das Ausbildungs- oder das Arbeitsangebot. Hinweise auf Wohnmöglichkeiten in der Region und Unterstützung beim Ausbau leerstehender Gebäude wären eine gute Ergänzung. Informationen zur Gesundheitsvorsorge, zu Kultur und Mobilität könnten das Beratungsangebot abrunden.

Unsere Forderungen

Wir Grüne im Bundestag wollen den Zuzug aufs Land mit einem Modellvorhaben „Neues Leben auf dem Land“ stärken. Dazu gehört die Förderung

  • von Beratungs- und Informationsmöglichkeiten für Kommunen, Projektträger und Interessierte.
  • von Projekten, die Probewohnen auf dem Land mit Beratungen und langfristigen Wohnmöglichkeiten verknüpfen.
  • von gemeinnützigen, genossenschaftlichen und privaten Initiativen, die neue Wohnformen erschließen und alte Häuser wiederbeleben.
  • von Initiativen, die Wohn-Projekte in der Dorfgemeinschaft begleiten und den Austausch zwischen neuen und alteingesessenen Einwohner*innen fördern.