Das gute Leben auf dem Land

Neues Arbeiten

"FachWerkerei Coworking Space Markplatz 9" steht auf dem Eingangsschild, während sich im Hintergrund der Marktplatz spiegelt.
"FachWerkerei Coworking Space Markplatz 9" steht auf dem Eingangsschild, während sich im Hintergrund der Marktplatz spiegelt. Für das Coworking-Projekt "Summer of Pioneers" wurden 20 Großstädter in den ländlichen Kreis gelockt. Ziel des im Mai gestarteten Projektes ist es, die Chancen der Digitalisierung auf dem Land begreifbar zu machen und durch die Verbindung der unterschiedlichen Lebenswelten mehr Lebensqualität zu erreichen. picture alliance | Uwe Zucchi
14.08.2021

Gibt es ein belebendes Rezept gegen leerstehende Läden im Dorf oder in der Kleinstadt? 
Eine Idee könnte zum Beispiel ein Co-Working-Space sein - darunter versteht man Büros, in denen man sich zeitweise einmieten kann. Co-Working-Spaces sind ein interessanter Ansatz, wie sich Arbeiten auf dem Land weiterentwickeln könnte.

Die ersten Co-Working-Spaces gründeten Kreative, die nicht mehr allein von Zuhause arbeiten mochten. Während der Monate der Homeoffice-Pflicht haben viele Unternehmen die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht nötig ist, die Mitarbeiter*innen täglich einpendeln zu lassen. Und Pendler*innen lernten die Vorzüges des Homeoffice schätzen. Statt im Zug oder im Auto zu sitzen, haben sie mehr Zeit für sich und die Familie und können trotzdem einen guten Job machen. Manchen fehlen jedoch der ruhige Schreibtisch und der Plausch mit den Kolleg*innen.

Ein Co-Working-Space im Ort könnte diese Lücke schließen. Hier können alle, deren Arbeit nicht örtlich gebunden ist, einen Schreibtisch oder ein kleines Büro mieten. So sind Privat und Beruf wieder getrennt und gleichzeitig ist der Weg zur Arbeit denkbar kurz.

Für Unternehmen könnte es sinnvoll sein, die Miete für den Co-Working-Platz im Dorf ihrer Mitarbeiter*innen zu übernehmen: Die Familienfreundlichkeit ist ein großer Gewinn und ohne den Pendlerstress beginnt der Arbeitstag frisch und konzentriert. Pendeln ist zudem teuer und ökologisch belastend. Gut, wenn man hier sparen kann!

Vielleicht startet der Co-Working-Space im alten Konsum zunächst mit ein paar Schreibtischen. Und wächst dann weiter: Aus dem mitgebrachten Kuchen und der treuen Kaffeemaschine entsteht die Initiative für ein Café. Die Schulkinder könnten hier für die Hausaufgabenzeit vorbeikommen. Und am Wochenende findet im Besprechungszimmer ein Vereinstreffen statt.

Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt und in der Gemeinschaft gelingt es am besten!

Unsere Forderungen

  • Recht auf Homeoffice und mobiles Arbeiten an einem selbstgewählten Ort.
  • schnelles, kostengünstiges und zuverlässiges Glasfaserinternet (FTTB) in jedem Haus.
  • Förderung von digitalem Arbeiten auf dem Land, z. B. durch Co-Working-Projekte.