Kinder in einer Schule

Entwicklungszusammenarbeit

Die Menschheit verfügt über die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Mittel, faire Chancen für Alle zu eröffnen und diese im Einklang mit der Natur zu nutzen. Dennoch spitzen sich die globalen Krisen von Klima, Hunger, Armut und des Wirtschafts- und Finanzsystems zu - auf Kosten der globalen Gerechtigkeit. Nach wie vor müssen 2,6 Milliarden Menschen von weniger als zwei US-Dollar pro Tag leben und fast eine Milliarde Menschen leiden an Hunger und Unterernährung, während 20 Prozent der Menschheit rund 80 Prozent der Ressourcen verbrauchen.

Die globalen Herausforderungen und Krisen zeigen deutlich: Kein Politikfeld kann weiter machen wie bisher. Auch die Entwicklungspolitik muss neu ausgerichtet werden. Dabei sind auch die neuen Akteurs- und Machtkonstellationen zu berücksichtigen. Mit dem Aufstieg der Schwellenländer ist die Aufteilung der Welt in den reichen Norden und den armen Süden überholt. Stattdessen öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich innerhalb vieler Länder. Die ärmsten Länder, insbesondere die politisch fragilen Staaten, drohen im Elend zu verharren. Gleichzeitig leben zwei Drittel der Ärmsten heute in Ländern mit mittlerem Einkommen. Die Entwicklungspolitik muss darauf reagieren, sie muss sowohl ihr Selbstverständnis als auch den Instrumentenkasten anpassen und sie darf nicht von anderen Politiken wie z.B. der Wirtschafts- und Agrarpolitik konterkariert werden.

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