Grün macht Kinderrechte GROSS

"Gesund aufzuwachsen bedeutet neben gesunder Ernährung und Bewegung und wenig Stress auch mehr Chancen zu haben seine Talente zu entdecken und sie zu entwickeln. Gesundheitsförderung gelingt am besten dort, wo die Kinder und Jugendlichen leben, lernen, spielen und sich treffen. Deshalb wollen wir Prävention und Gesundheitsförderung in den Kitas, Schulen, Sportvereinen, Nachbarschaftshäusern und Jungendtreffs stärken und Ernährungs- und Gesundheitswissen in den Lehrplänen und in der Ausbildung der PädagogInnen verankern." Maria Klein-Schmeink MdB

"Das Recht auf Nahrung darf nicht auf das Recht- nicht an Hunger zu leiden reduziert werden. Jedes Kind hat ein Recht auf gesunde Ernährung, um aktiv und unabhängig ins eigene Leben zu starten. Aus diesem Grund setzen wir uns für eine flächendeckende gesunde Kita- und Schulverpflegung und eine verbindliche Ernährungsbildung in Kitas und Schulen ein. Wir brauchen, eine leicht verständliche Ampel-Lebensmittelkennzeichnung, die ungesunde Produkte entlarvt, und eine Einschränkung von manipulativem Kindermarketing als Bausteine in einem Gesamtpaket zur Vermeidung von Fehlernährung." Nicole Maisch MdB

"Jedes Kind hat das Recht, in einer intakten Umwelt aufzuwachsen, und damit ein gesundes Leben zu führen und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Gerade Kinder leiden besonders an den Folgen der Umweltzerstörung: Verschmutztes Trinkwasser, Pestizide in der Landwirtschaft oder  auch Dürren, die von Umweltkatastrophen verursacht werden, führen zu schweren gesundheitlichen Schäden bei Kindern. Wenn wir also das Recht auf Gesundheit für unsere Kinder fordern, müssen wir uns gleichzeitig auch stark machen für eine intakte Umwelt, die der Gesundheit unserer Kinder dient." Dorothea Steiner MdB

Artikel 24 im Wortlaut:

(1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit an sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit. Die Vertragsstaaten bemühen sich sicherzustellen, daß keinem Kind das Recht auf Zugang zu derartigen Gesundheitsdiensten vorenthalten wird.

(2) Die Vertragsstaaten bemühen sich, die volle Verwirklichung dieses Rechts sicherzustellen, und treffen insbesondere geeignete Maßnahmen, um

  1. die Säuglings- und Kindersterblichkeit zu verringern;
  2. sicherzustellen, daß alle Kinder die notwendige ärztliche Hilfe und Gesundheitsfürsorge erhalten, wobei besonderer Nachdruck auf den Ausbau der gesundheitlichen Grundversorgung gelegt wird;
  3. Krankheiten sowie Unter- und Fehlernährung auch im Rahmen der gesundheitlichen Grundversorgung zu bekämpfen, unter anderem durch den Einsatz leicht zugänglicher Technik und durch die Bereitstellung ausreichender vollwertiger Nahrungsmittel und sauberen Trinkwassers, wobei die Gefahren und Risiken der Umweltverschmutzung zu berücksichtigen sind;
  4. eine angemessene Gesundheitsfürsorge für Mütter vor und nach der Entbindung sicherzustellen;
  5. sicherzustellen, daß allen Teilen der Gesellschaft, insbesondere Eltern und Kindern, Grundkenntnisse über die Gesundheit und Ernährung des Kindes, die Vorteile des Stillens, die Hygiene und die Sauberhaltung der Umwelt sowie die Unfallverhütung vermittelt werden, daß sie Zugang zu der entsprechenden Schulung haben und daß sie bei der Anwendung dieser Grundkenntnisse Unterstützung erhalten;
  6. die Gesundheitsvorsorge, die Elternberatung sowie die Aufklärung und die Dienste auf dem Gebiet der Familienplanung auszubauen.

(3) Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich. sind, abzuschaffen.

(4) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die internationale Zusammenarbeit zu unterstützen und zu fördern, um fortschreitend die volle Verwirklichung des in diesem Artikel anerkannten Rechts zu erreichen. Dabei sind die Bedürfnisse der Entwicklungsländer besonders zu berücksichtigen.

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