Friedens- und Konfliktforschung

Forschung für den Frieden

Wir Grüne im Bundestag wollen die Rolle der Friedens- und Konfliktforschung als Grundlage politischer Entscheidungen stärken. picture alliance/chromorange
13.02.2020
  • Die Herausforderungen in der internationalen Friedenspolitik sind enorm – vom aufkeimenden Nationalismus über die Entwicklung neuer autonomer Waffensysteme bis zu den Folgen der Klimakrise.
  • Gerade in diesen Zeiten bietet die Friedens- und Konfliktforschung eine wichtige Orientierung für die Politik.
  • Wir Grüne im Bundestag wollen die Friedensforschung stärken und den Austausch mit politischen AkteurInnen und der Zivilgesellschaft fördern.

Die Sicherung des Friedens und der Schutz der Menschenrechte sind zentrale Ziele unserer Außenpolitik. Im Sinne der zivilen Krisenprävention gilt es, Konflikte friedlich zu lösen bevor Gewalt ausbricht und auch im Nachhinein Aufarbeitung, Rechtstaatlichkeit und Demokratie zu fördern. Hierzu leistet die Friedens- und Konfliktforschung einen unerlässlichen Beitrag.

Globale Herausforderungen gemeinsam bewältigen

Die Klimakrise setzt schon heute weltweit Gesellschaften durch den Verlust von Lebensgrundlagen unter Druck. In vielen Ländern erstarken nationalistische Bewegungen und Parteien, die internationale Institutionen und Abkommen zur Friedenssicherung infrage stellen. Mit autonomen Waffensystemen droht eine Kriegsführung, die sich der menschlichen Kontrolle entzieht. Angesichts solcher Herausforderungen für die internationale Friedenspolitik gibt es oft keine einfachen Lösungen. Die Analysen und Befunde der Friedens- und Konfliktforschung helfen aber, diese Entwicklungen zu verstehen und können Politik und Gesellschaft eine Orientierung geben.

Forschung über die Grenzen von Disziplinen und Ländern vernetzen

Zur Lösung komplexer Herausforderungen brauchen wir vielfältige Perspektiven – auch in der Forschung. Wir wollen darum die interdisziplinäre Forschung stärken und Friedens- und Abrüstungsforschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften, aber auch den Natur- und Technikwissenschaften fördern. Verlässliche Berufsperspektiven für Forscherinnen und Forscher und ein reger internationaler Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – gerade aus (Post-)Konfliktregionen – sind uns dabei sehr wichtig. Zur umfassenden Weiterentwicklung der Friedens- und Konfliktforschung hat der Wissenschaftsrat aktuelle Empfehlungen veröffentlicht.

Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis fördern

Damit die Erkenntnisse der Friedensforschung noch besser zur Bewältigung gewaltsamer Konflikte beitragen können, wollen wir den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft stärken. Gerade in der Außen- und Verteidigungspolitik, aber auch der Entwicklungszusammenarbeit sollen die Ministerien ihre Türen für die Wissenschaft öffnen. Zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure aus der zivilen Krisenprävention, aber auch von Bildungs- und Kultureinrichtungen wollen wir im Rahmen gemeinsamer, partizipativer Forschungsprogramme mit der Wissenschaft zusammenbringen.