Kampagne Grün macht gesünder

Video zur grünen Gesundheitskampagne

Unter dem Motto "Grün macht gesünder" hat die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen eine breit angelegte Kampagne für eine andere Gesundheitspolitik gestartet: eine Politik, die grünes Licht für die Stärkung der Solidarität gibt; eine Politik, die die zunehmenden Herausforderungen für die Gesundheit und das Gesundheitswesen nicht mit weniger, sondern mit mehr Solidarität beantwortet. "Grün macht gesünder" ist das Kontrastprogramm zum hilflosen Herumdoktern der schwarz-gelben Regierung. Erst führen Rösler & Co. ein monatelanges Hauen und Stechen auf, einigen sich dann auf ein Erhöhung der Beiträge sowie die Einführung einer Kopfpauschale unter neuem Namen (Zusatzbeitrag) und legen fest, wer in Zukunft die Zeche der steigenden Kosten zahlen wird: alleine die Versicherten. Von strukturellen Reformen des Systems und konzeptionellen Ideen keine Spur. Grüne Gesundheitspolitik geht anders – denn "Grün macht gesünder"!

Termine 2011

17.02.2011 Gesundheitstour in Bayern
14.05.2011 Grüner Ärztetag in Berlin
19.05.2011 Gesundheitstour in Mecklenburg-Vorpommern
01.06.2011 Gesundheitstour in Nordrhein-Westfalen
23.06.2011 Gesundheitstour in Sachsen
24.09.2011 Grüner Tag der Gesundheitsberufe in Berlin
10./11.10.2011 Gesundheitstour in Bremen
18.11.2011 Gesundheitstour in Niedersachsen
05.12.2011 Gesundheitstour in Schleswig-Holstein
08.12.2011 Gesundheitstour im Saarland
12.12.2011 Gesundheitstouren in Brandenburg und Thüringen

Veranstaltungsberichte

10.07.2010 Grüner Gesundheitstag Süd in Ulm
04.09.2010 Grüner Gesundheitstag Nord in Hannover
17.02.2011 Gesundheitstour macht Station in Bayern
14.05.2011 Grüner Ärztetag in Berlin
01.06.2011 Gesundheitstour macht Station in Nordrhein-Westfalen
24.09.2011 Grüner Tag der Gesundheitsberufe
10./11.10.2011 Gesundheitstour macht Station in Bremen
05.12.2011 Gesundheitstour in Schleswig-Holstein
08.12.2011 Gesundheitstour im Saarland
12.12.2011 Gesundheitstour in Thüringen
27.02.2012 Abschlussveranstaltung der Gesundheitskampagne

 

Um was es geht

Eine gute Gesundheitsversorgung braucht eine zuverlässige und gerechte Finanzierung. Diesen Ansprüchen wird die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bisher nicht ausreichend gerecht. Beamtinnen und Beamte sowie die meisten Selbstständigen sind nicht am Solidarausgleich beteiligt. Besserverdienende Angestellte und auch Abgeordnete können sich ihm durch eine Privatversicherung entziehen. Zudem wird die GKV fast ausschließlich aus den Beiträgen sozialversicherungspflichtig Beschäftigter finanziert. Aber immer mehr Geld wird anderswo verdient. Auf dem Kapitalmarkt, durch Gewinne oder über Immobilien. Aber diese Einkommensarten bleiben beitragsfrei. Das ist ungerecht und beeinträchtigt die Fähigkeit der GKV, die wachsenden Anforderungen durch den demografischen Wandel und den medizinisch-technischen Fortschritt zu bewältigen. Deshalb wollen wir Grüne eine Bürgerversicherung: Alle Bürgerinnen und Bürger leisten einen Solidarbeitrag zur Gesundheitsversorgung und haben umgekehrt Anspruch auf die Solidarität der Gesellschaft. Alle Einkunftsarten werden gleich behandelt.
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In Deutschland ist Gesundheitspolitik vor allem Krankenversorgungspolitik. Im Zentrum steht die Heilung von Krankheiten, nicht die Förderung von Gesundheit. Prävention setzt darauf, Gesundheitsrisiken zu erkennen und abzubauen. Erste Schritte für mehr Prävention hat die rot-grüne Koalition ab 1998 auf den Weg gebracht. Inzwischen fördern die Krankenkassen jährlich Aktivitäten zur Prävention mit 340 Millionen Euro. Aber das reicht nicht aus, vor allem bei den sozial Benachteiligten kommt zu wenig an. Es fehlen Maßnahmen, die die Menschen direkt in ihrer Lebens- und Alltagswelt erreichen: in den Familien, der Kita oder der Schule und im Beruf. Alle Akteure müssen besser zusammenwirken – und Kontinuität ist gefragt. Bewährte Projekte sollen fortgesetzt werden können. Die Verhältnisprävention wollen wir ins Zentrum rücken, denn sie sorgt für gesündere Lebens-, Lern- und Arbeitswelten. Dafür brauchen wir ein Präventionsgesetz, das die Zusammenarbeit der Beteiligten verbindlich regelt und Klarheit bei der Finanzierung schafft.
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Eine Odyssee von Arzt zu Arzt; mangelhafte Abstimmung zwischen Medizinern, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern; wochenlange Wartezeiten – viele Patientinnen und Patienten kennen das. Es ist nicht nur nervenaufreibend, sondern manchmal sogar gefährlich. Wenn man eine Diagnose zu spät erhält, zusätzliche Strahlenbelastungen in Kauf nehmen muss oder ärztliche Verordnungen nicht zusammenpassen, dann ist das oft der Preis ungenügender Zusammenarbeit. Wir wollen das ändern. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und andere Gesundheitsberufe sollen Hand in Hand arbeiten können. Gesundheitliche Angebote sollen mit kommunalen Diensten und der Selbsthilfe verzahnt werden. Das ist besonders wichtig mit Blick auf die steigende Zahl von chronisch oder mehrfach Erkrankten. Gerade sie sind auf gute Versorgungsnetze angewiesen.

 

Eine humane Drogenpolitik ist für uns grundlegend. Auch künftig ist eine Welt ohne den Konsum psychoaktiver Substanzen nicht zu erwarten. Wir wollen einen angemessenen Weg gehen zwischen einer staatlich verordneten Abstinenzkultur und einer drogenpolitischen Laissez-Faire-Haltung. Drogenpolitik ist insbesondere dann gefragt, wenn durch riskanten Konsum Freiheit und Selbstbestimmung der betroffenen Menschen in Gefahr geraten. Es ist kontraproduktiv, Nutzerinnen und Nutzer von Drogen zu kriminalisieren. Das behindert eine wirksame Prävention. Wir wollen glaubwürdige und frühzeitige Maßnahmen, die Abhängigkeit und riskante Konsumformen verhindern oder zumindest verringern. Wir setzen sowohl auf Verhaltensprävention, die Menschen zu einem verantwortlichen Umgang mit Drogen befähigt, wie auch auf Verhältnisprävention, also auf eine Veränderung der äußeren Umstände. Illegale und legale Drogen sowie stoffungebundene Süchte sollen dabei konsequent nach den gleichen Maßstäben beurteilt werden. Wir wollen zudem ein gut ausgebautes Angebot zur Therapie von Suchterkrankungen und niedrigschwellige Maßnahmen zu Schadensminderung wie "Drug-Checking-Programme".

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