Klimaflucht

… bevor das Wasser steigt. Klimakrise und klimabedingte Migration und Flucht

Aufzeichnung unserer Veranstaltung: "…bevor das Wasser steigt. Klimakrise und klimabedingte Migration und Flucht".
15.01.2019

Programm

Uhrzeit

Programm

19.30

Grußwort

Claudia Roth MdB
Vizepräsidentin Deutscher Bundestag

19.35

Einführung

Katrin Göring-Eckardt MdB
Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

19.40

Diskussion

Moderation: Katrin Göring-Eckardt MdB

Prof. Hans Joachim Schellnhuber
Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen

Sophia Wirsching
Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V

Gerald Knaus
Europäische Stabilitätsinitiative e. V

20.15

Fragen u.a. an Prof. Dr. Sabine Schlacke
Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen

von

Luise Amtsberg MdB
Sprecherin für Flüchtlingspolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Filiz Polat MdB
Migrationspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen

Lisa Badum MdB
Klimapolitische Sprecherin
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

20.30

Offene Diskussion

21.00

Schlusswort

Katrin Göring-Eckardt MdB

Darum geht's

Den Menschen auf Kiribati, Malediven, Barbados steht das Wasser bis zum Hals. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen droht 52 Inselstaaten der teilweise oder vollständige Verlust des Staatsgebiets. Durch die Abschmelzung der Polkappen steigt der Meeresspiegel weltweit. Die Zunahme von Extremwetter-Ereignissen wie Tropenstürme tun ein Übriges, um ein Leben auf diesen Inseln unmöglich zu machen.

Wir werden mit unserer Klimaschutzpolitik alles daran setzen, die Klimakrise zu stoppen. Dennoch sind manche Umweltveränderungen schon absehbar oder unumkehrbar. Deshalb müssen wir beides tun: Mit aller Kraft die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad begrenzen und uns mit der Frage beschäftigen, wie wir uns heute darauf vorbereiten, wenn Menschen ihr Land als Folge unabwendbarer Umweltschäden oder der Klimakrise verlassen müssen.

Wir haben Fragen: Auf welche realistischen Szenarien müssen wir uns schlimmstenfalls vorbereiten? Braucht es einen neuen völkerrechtlichen Status, bspw. den eines Klimaflüchtlings und könnte dies ein Anwendungsfall des Globalen Migrationspakts der Vereinten Nationen sein? Was macht mehr Sinn, der Klimapass oder humanitäre Visa? Inwiefern helfen geregelte Aufnahmeverfahren vor ungeregelter Flucht, Menschenhandel und Ausbeutung? Da die meisten Flüchtlinge Binnenflüchtlinge sind: was bedeutet das für Entwicklungszusammenarbeit und die Rolle der Industrienationen als Hauptverursacher des CO2-Anstiegs?