Grüne Klimakonferenz

Breites gesellschaftliches Bündnis drängt auf konsequenten Klimaschutz

Jennifer Morgan, Greenpeace International
Jennifer Morgan, Geschäftsführerin von Greenpeace International, hielt die Keynote auf der grünen Klimakonferenz. Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion / Maak
29.11.2019
  • Die Bundesregierung ist an der Herausforderung, die Menschen vor der drohenden Klimakatastrophe zu schützen, gescheitert. Jetzt übernehmen Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften.
  • Sie fordern konsequenten Klimaschutz jetzt – nicht erst, wenn es zu spät ist!
  • Wie und mit wem das erreicht werden kann, haben die etwa 400 TeilnehmerInnen auf der Grünen Klimakonferenz am 29. November 2019 in Berlin diskutiert.

Auf unserer großen Klimakonferenz haben wir am Tag des weltweiten Klimastreiks mit etwa 400 TeilnehmerInnen diskutiert, wie wir die Klimaschutzpolitik in Deutschland endlich wieder in Gang bringen können und welche Maßnahmen wir dringend zur Rettung des Klimas brauchen.

Breites Bündnis aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften

Anton Hofreiter, Vorsitzender der grünen Bundestagsfraktion, Lisa Badum, Sprecherin für Klimapolitik, und Jennifer Morgan, Geschäftsführerin von Greenpeace International, stellten in ihren Eingangsstatements zwei zentrale Punkte heraus:

  1. Die Krise ist viel größer und existentieller, als wir uns das hier im gemütlichen Berlin vorstellen können.
  2. Wir brauchen ein ganz breites Bündnis aus gesellschaftlichen Gruppen, die hinter einem entschlossenen Klimaschutz stehen und auf ihren jeweiligen Wegen auch genügend Druck auf die EntscheiderInnen aller politischen Ebenen ausüben.

Jennifer Morgan warf der Bundesregierung Mutlosigkeit beim Klimaschutz vor. Anton Hofreiter betonte, wie wichtig die Umsetzungsphase beim Klimaschutz nun sei und dass es – bei der zentralen Bedeutung des Ausbaus erneuerbarer Energien - nicht sein könne, dass es 7 Jahre dauere, bis eine Windenergieanlage gebaut würde.

Wie breit diese Unterstützung aus Zivilgesellschaft, Umweltverbänden, Forschung, Wirtschaft und Gewerkschaften bereits ist, zeigte die engagierte Podiumsdiskussion mit

  • Emma Fuchs (Fridays for Future),
  • Martin Kaiser (Geschäftsführer Greenpeace Deutschland),
  • Brigitte Knopf (Generalsekretärin Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change),
  • Carl Martin Welcker (Präsident Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) und
  • Meinhard Geiken (Bezirksleiter IG Metall Küste),

die unter der kundigen Gesprächsleitung von Hatice Akyün (Journalistin und Autorin) verschiedene Aspekte und Notwendigkeiten des Klimaschutzes und Beiträge aus dem Publikum diskutierten. Einige der zahlreich anwesenden grünen Bundestagsabgeordneten bilanzierten am Ende der Diskussionsrunde, was sie für ihre weitere politische Arbeit mitnehmen.

Die Zeit drängt – die Hoffnung steigt

Wie sehr die Zeit drängt und wie ernst die Lage ist hatte bereits vorher Speak Up Artistin Jessy James La Fleur eindringlich und unter die Haut gehend allen deutlich gemacht.
Zugleich machen aber neben dem gesellschaftlichen Druck auch konkrete Initiativen Mut, dass wir die Klimakrise doch noch eindämmen können. Im Foyer des Tipi am Kanzleramt, dem Tagungsort unserer Konferenz, stellten sich dazu viele Projekte vor und luden zur Diskussion und zum Mitmachen ein.

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Vertiefte Diskussionen in Weltcafes

Der notwenige Wandel unseres Lebens und Wirtschaftens, politischen Veränderungen und neue Rahmenbedingungen werden nur demokratisch, im Dialog und mit den Menschen entstehen. Wie das für die unterschiedlichsten Bereiche und Themen aussehen kann, haben wir in kleinen Gruppen, sogenannten Weltcafes, intensiv diskutiert und die wichtigsten Punkte in Kernsätzen festgehalten. Übersicht und Ergebnisse der Weltcafés (PDF)

Zum Ende der Veranstaltungen zogen Julia Verlinden, die Sprecherin für Klimapolitik, und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Oliver Krischer anhand der Kernaussagen aus den Weltcafés ein Fazit, wie wir die Debattenergebnisse in unsere Politik als Grüne im Bundestag einfließen lassen.