CO2-Preis

Klimaschädliches Verhalten bekommt einen Preis

Plakat mit der Aufschrift make love not CO2. Am 01. Januar 2021 beginnt der nationale Emissionshandel für die Bereiche Verkehr und Wärme. Die Einführung eines CO2–Preises in den Bereichen Wärme und Verkehr ist überfällig, denn gerade in diesen Bereichen sind die klimaschädlichen CO2-Emissionen in den vergangenen Jahren kaum zurückgegangen.
Am 01. Januar 2021 beginnt der nationale Emissionshandel für die Bereiche Verkehr und Wärme. Die Einführung eines CO2–Preises in den Bereichen Wärme und Verkehr ist überfällig, denn gerade in diesen Bereichen sind die klimaschädlichen CO2-Emissionen in den vergangenen Jahren kaum zurückgegangen. unsplash / Markus Spiske
30.12.2020
  • Am 01. Januar 2021 beginnt der nationale Emissionshandel für die Bereiche Verkehr und Wärme. CO2 bekommt im Verkehr und bei der Wärme endlich einen Preis. Bisher mussten nur Kraftwerke und in begrenzten Umfang auch Industrieanlagen dafür zahlen.
  • Wer das Klima schont, profitiert finanziell. Wer das Klima schädigt, zahlt. Der Staat verdient daran nichts. Die Einnahmen werden in Form eines vergünstigen Strompreises an die Bürger*innen zurückgegeben.
  • Wir stehen dafür, dass dieser Ansatz nun kontinuierlich weiterentwickelt wird – bis die Klimakrise überwunden ist.

Endlich bekommt das klimaschädliche CO2 einen Preis. Mit dem Beginn des nationalen Emissionshandels für die Bereiche Verkehr und Wärme wird der längst überfällige CO2–Preis in diesen Bereichen endlich eingeführt.

Gerade hier sind die klimaschädlichen CO2 - Emissionen in den vergangen Jahren kaum zurückgegangen, insbesondere auch wegen eines fehlenden Preissignals. Diesel und Heizöl sind so billig wie seit Jahren nicht mehr. Trotz spürbar weiter voranschreitender Klimakrise steigt die Zahl zugelassener schwerer, verbrauchstarker PKW wie etwa SUVs stetig.

Wer das Klima schont, profitiert

Der nationale Emissionshandel startet zunächst mit einem fixen CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne. Das entspricht einer moderaten Preiserhöhung von 7 Cent pro Liter Benzin, 8 Cent pro Liter Diesel, 8 Cent pro Liter Heizöl und 0,5 Cent pro Kilowattstunde Erdgas.

Es werden Einnahmen in Höhe von rund 7,4 Milliarden Euro erwartet. Die Idee dahinter ist einfach: Wer das Klima überdurchschnittlich belastet, soll dafür zahlen. Wer das Klima schont, soll dagegen am Ende mehr im Portemonnaie haben.

Deshalb wird der Verbrauch von klimaschädlichem Heizöl, Benzin oder Diesel teurer, im Gegenzug wird Strom, der zuletzt schon zu 50 Prozent aus klimafreundlichen erneuerbaren Quellen stammte, billiger.

Wer also seinen Energiebedarf zukünftig vor allen mit klimafreundlichem Strom deckt, profitiert. Wer dagegen weiter auf klimaschädliche fossile Energieträger setzt, zahlt mehr.

Millionen Tonnen CO2 jedes Jahr eingespart

Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin) führt allein die Einführung der CO2- Preis-Komponente bei Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel bereits im Jahr 2021 zu CO2- Einsparungen von etwa 3,4 Millionen Tonnen. Im Jahr 2030 bei CO2-Preisen von bis zu 65 Euro/t CO2 würden sich dann Emissionseinsparungen von bis zu 25 Millionen Tonnen CO2 ergeben.

Die Einführung eines CO2–Preises ist vor allem auch ein Grüner Erfolg. Erst durch uns konnte im Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat im Dezember 2019 erreicht werden, dass überhaupt ein CO2-Preis in wirksamer Höhe eingeführt wurde und im Gegenzug Bürger*innen und besonders kleine und mittlere Unternehmen über eine Senkung oder eine Deckelung der EEG-Umlage beim Strom entlastet werden.

Ursprünglich hatte die Bundesregierung nur einen Preis von 10 Euro ohne eine gleichzeitige Entlastung beim Strompreis vorgesehen.

Wir werden jetzt dafür sorgen, dass dieses sinnvolle Klimaschutzinstrument weiterentwickelt wird – bis das Klima gerettet ist.