Die Macht des Guten

Grüne BTF/Stefan Kaminski

Auf dem Abschlusspanel wurde unter der Überschrift „Die Macht des Guten. Menschenrechte verteidigen und weiterdenken“ erörtert, wer sich gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte stellt und dagegen wehrt, allen Menschen ihre Rechte zu gewähren, diese zu schützen und weiter zu entwickeln.

Gleichzeitig ging es um die zivilgesellschaftlichen Kräfte, die gemeinsam für die internationale Ordnung, Multilateralismus und Menschenrechte stehen und sich trotz aller Widerstände und Hindernisse dafür einsetzen, Menschenrechte tagtäglich zu verteidigen. Das sind oft nicht die staatlichen Regierungen, sondern engagierte Menschen auf der ganzen Welt.

Moderiert wurde das Abschlusspanel von Nana Brink.

Beate Rudolf vom Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR) berichtete von ihrer Arbeit und betonte, dass auch über die Lage der Menschenrechte in Deutschland gesprochen werden müsse. Profitieren konnte die Abschlussveranstaltung auch von den Erfahrungen und der Expertise von Osai Ojigho von Amnesty International Nigeria. Sie zeigte, wie wichtig es ist die eurozentristische Blase im Menschenrechtsdiskurs zu verlassen.

Unter anderem berichtete sie über die Arbeit von Amnesty zu Menschenrechtsverletzungen an Frauen und Mädchen, die Gräueltaten von Boko Haram überlebt haben und anschließend von jenen missbraucht wurden, die sie eigentlich schützen sollten.

Unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Agnieszka Brugger machte deutlich, auf welche Weise sich die Grüne Bundestagsfraktion mit Initiativen für die Einhaltung und Durchsetzung von Menschenrechten weltweit einsetzt. Einig waren sich alle Diskutantinnen darüber, dass die Durchsetzung der Menschenrechte nur über die Stärkung der internationalen Ordnung und dem Völkerrecht gelingen kann.

Die Veranstaltung hat gezeigt: Auch wenn Menschenrechte weltweit unter Druck sind – ein Hoffnungsschimmer sind die vielen Menschen in der Zivilgesellschaft, die diese Rechte jeden Tag verteidigen, gestalten und neu erkämpfen. Wir müssen daran arbeiten, unsere internationale Ordnung aufrechtzuerhalten und sie weiterzudenken und zu reformieren auch wenn das angesichts der Rechtspopulisten überall auf der Welt schwer scheint.