Menschen schützen Rechte - auf der Flucht und vor Ort

Bündnis 90/Die Grünen BTF/Stefan Kaminski

Der zivilgesellschaftliche Einsatz für Menschenrechte kann viele Formen annehmen. Stellvertretend für dieses breite Spektrum haben Jana Ciernioch von SOS Mediterranee und Micha Fritz von Viva con Agua (VcA) die Arbeit ihrer Organisationen vorgestellt. Beide Organisationen sind aus dem Wunsch, konkret gegen Menschenrechtsverletzungen aktiv zu werden, entstanden.

Privates Engagement trotz staatlicher Repressionen

SOS Mediterranee entstand 2015 als kleine Gruppe am Küchentisch, um angesichts des staatlichen Wegsehens Menschenleben auf dem Mittelmeer zu retten. 30.000 Menschen wurden seit 2016 vor dem Ertrinken gerettet. Die humanitäre Hilfe im Rahmen der zivilen Seenotrettung sieht sich zunehmenden Repressionen konfrontiert. Nach dem das Rettungsschiff „Aquarius“ seit Oktober festgesetzt ist wird man bei SOS Mediterranee neue Wege suchen, um Schutzsuchende nicht ihrem Schicksal zu überlassen.

Vernetzung und Kooperation

Viva con Agua entstand 2005/2006 im Rahmen einer Kuba-Reise von Fans des FC Sankt Pauli und hat sich inzwischen zu einem Netzwerk mit mehr als 10.000 ehrenamtlichen UnterstützerInnen weiterentwickelt, die sich für den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzen und Projekte in vielen Ländern fördern. Beide Organisationen wiesen auf die Wichtigkeit breiter zivilgesellschaftlicher Unterstützung, Vernetzung und Kooperation mit anderen Organisationen und Menschenrechtsakteuren hin.