Verockerung der Spree Eisenhydroxidbelastung als Folge des Braunkohletagebaus

Die Spree und der Spreewald bieten einen einzigartigen Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Der Spreewald genießt den Status eines UNESCO-Biosphärenreservats und ist nahezu auf seiner gesamten Fläche als Flora Fauna Habitat (FFH) und Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Die Gewässer spielen zudem für die Trinkwasserversorgung Süd-Ost-Brandenburgs und Berlins eine zentrale Rolle. Doch zunehmende Eisenhydroxid- und Sulfatbelastung der Spree und ihrer Zuflüsse in Sachsen und Brandenburg bedrohen diese einzigartige Naturlandschaft und Trinkwasserversorgung.

Für den Braunkohletagebau in der Lausitz wurde und wird massiv Grundwasser abgesenkt, welches nach der Auskohlung der Gruben wieder ansteigt. Mit dem Wiederanstieg des Grundwassers wurden und werden unter anderem Eisen und Sulfat in die regionalen Gewässer sowie die Spree gespült. Die Folge ist eine massive Verockerung der Spree und anderer Flüsse, aber auch der Seen, die im Zuge der Wiedernutzbarmachung der Tagebau-Restlöcher in der Lausitz entstehen.

Um die Auswirkungen der Verockerung und Versauerung zu mildern, hat die bundeseigene Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) ein 10-Punkte-Programm mit Sofortmaßnahmen zur Gewässergüteentwicklung beschlossen. Annalena Baerbock und Stephan Kühn besuchten am 27. März 2014 die LMBV in Senftenberg und Vetschau. Sie machten sich vor Ort ein Bild über den Stand der Umsetzungen, die Planungen weiterer Projekte zur Verhütung der Spreeverockerung. Für beide steht fest: die Langzeitfolgekosten der Braunkohle können bis heute nicht kalkuliert werden. Sicher ist aber auch, dass es noch viele Jahre braucht, um den Folgen des Braunkohltagebaus in Brandenburg und Sachsen Herr zu werden. Dazu werden auch in den kommenden Jahren noch weitere Gelder zur Verfügung gestellt werden müssen.

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1 Kommentar
Antwort der Bundesregierung auf Kl. Anfrage BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
Michel Voss 08.05.2014

Es wäre hilfreich, wenn Sie u.g. Link auf dieser Seite einpflegen würden - auch wenn das nur die vorläufige Version ist: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/012/1801272.pdf
Danke!

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