Umweltpreis Würdige Preisträgerinnen beim Deutschen Umweltpreis 2013

Rohbau eines in ökologischer Bauweise errichteten Passivhauses
Rohbau eines in ökologischer Bauweise errichteten Passivhauses

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen sieht die Auszeichnung von Ursula Sladek (Vorsitzende der Elektrizitätswerke Schönau) und Carmen Hock-Heyl (Firma Hock) als ein starkes Signal, die Energiewende weiterhin zu gestalten.

Wir gratulieren den beiden Preisträgerinnen. Die Arbeit von Ursula Sladek ist Vorbild für vielfältige Initiativen für die Rückgewinnung der Energiesysteme aus den Händen der Großkonzerne durch die Bürgerinnen und Bürger. Das Engagement und die Ideen von Carmen Hock-Heyl im zweiten wichtigen Energiewendefeld, dem energetischen Bauen, sind genauso bemerkenswert. Sie verbindet in schönster Weise Energieeffizienz mit ökologischen Produkten und einer vorbildlichen Kreislaufwirtschaft mit ihren Dämmstoffen auf Hanfbasis.

Diese Auszeichnungen richten sich auch gegen die vielfältigen Vorurteile, die gegen eine Energiewende im Strom- aber auch im Wärmebereich hervorgebracht werden. Sie verdeutlichen, dass eine Transformation in Richtung ökologischen Wirtschaften machbar ist und der Aufbruch in diese Richtung neue innovative und ökologische Lösungen erst möglich macht. Beide PreisträgerInnen zeigen vorbildlich Kreativität, kenntnisreichen Wissen und Mut zur Veränderung.

Es muss nicht die althergebrachte auf fossilen Rohstoffen beruhende Chemie sein, die Energieeffizienz ermöglicht. Die Natur bietet uns in vielfältiger Weise Materialen aber auch Ideen und Konzepte. Diese gilt es zu entdecken, analysieren und in Produkte und Konzepte zu transformieren. Es bedeutet heute immer noch, sich gegen althergebrachte umweltschädliche Denkweise und Verfahren durchzusetzen.

Auch heute noch ist der Kampf für eine zukunftsweisende, risikoarme und bewahrende Energieversorgung nötig. Die Preisverleihung des Deutschen Umweltpreises durch die Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) setzt hier zum richtigen Zeitpunkt ein Zeichen für eine engagierte Fortsetzung der Energiewende. Sie richtet sich auch gegen die Töne in den aktuellen Koalitionsverhandlungen, die das abgehalfterte System von Kohle und Atom weiter alimentieren möchten.

Mehr zum Thema Umwelt

Für diesen Artikel werden keine Kommentare mehr angenommen.

4390111