Ressourcenverbrauch und Lebensqualität Neue Antworten auf die Wachstumsfrage

Die Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages aus der 17. Legislaturperiode hat sehr grundlegende und weitreichende Arbeit geleistet. Wir haben es uns als einzige Fraktion zur Aufgabe gemacht, die Ergebnisse der Enquetekommission ernst zu nehmen und ihre Arbeit fortzuführen. 2016 wurde erstmals der Jahreswohlstandsbericht publiziert. Er wird dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung gegenübergestellt und diesen um Indikatoren zum Wohlstand und der Lebensqualität erweitern. Daneben erarbeitet die Arbeitsgruppe „Grüne Transformation“ Konzepte zu einer branchenbezogenen ökologischen Modernisierung unserer Wirtschaft. Schließlich hat die grüne Fraktion weiter an Ideen zum Verhältnis von wirtschaftlichem Wachstum, Wohlstand und erhöhter Lebensqualität gearbeitet, die im vorliegenden Bericht dargestellt werden.

Unsere Wirtschaftspolitik sollte sich grundsätzlich am Ziel einer steigenden Lebensqualität für alle orientieren. Dies soll Hand in Hand damit gehen, dass wir insgesamt weniger Ressourcen verbrauchen, Umwelt nicht weiter zerstören und die Tragfähigkeitsgrenzen unseres Planeten nicht überschreiten. Um die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen, ist nicht immer materielles wirtschaftliches Wachstum nötig. Diese „doppelte Entkopplung“ ist unser Ziel: Wir entkoppeln Wachstum so weit wie möglich vom Ressourcenverbrauch. Und wir entkoppeln die Lebensqualität vom Wachstum. Das kann unsere Gesellschaft durch die Kombination von technischen und durch soziale Innovationen erreichen.

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