TierhaltungKein Ei mit der 3

Kein Ei mit der 3 - Ostergebäck in Hasenform

„Augen auf beim Eierkauf“ gilt besonders auch in der Osterzeit, wenn es wieder ans Färben und Verstecken der Eier geht. Auch bei Ostereiern ist es wichtig, darauf zu achten, kein „Ei mit der 3“ zu kaufen. Denn die kommen häufig noch immer aus tierquälerischer Käfighaltung.

Wir Grüne wollen ein Ende der Käfighaltung. Wir haben nach jahrelangen politischen Kämpfen erreicht, dass unverarbeitete Eier gekennzeichnet werden müssen und man erkennen kann, unter welchen Bedingungen die Hühner gehalten werden. Eier aus Käfighaltung sind mit der 3 gekennzeichnet, Eier aus Bodenhaltung mit 2, Freilandeier mit 1 und Eier aus Ökohaltung tragen eine 0.

Tierhaltungskennzeichnung für alle Produkte

Deutlich schwieriger bis unmöglich ist jedoch bei verarbeiteten Produkten zu erkennen, woher die Eier stammen. Biel Kuchen, Kekse oder Nudeln, selbst bei Ostereiern ist – wegen der Färbung – eine Kennzeichnung nicht vorgeschrieben.

Wir halten das für falsch! Wenn Eier aus einer Haltung stammen bei der Legehennen in unzumutbarer Enge gehalten werden, muss das auch erkennbar sein und jedeR muss die Möglichkeit haben, Produkte erkennen und kaufen zu können, deren Eier nicht von gequälten Hühnern stammen.

Verbraucherinnen und Verbraucher haben sich längst entschieden: Sie lehnen Eier aus Käfighaltung ab. Seitdem in Jahr 2004 die Eierkennzeichnung für Schaleneier eingeführt wurde, ist der Marktanteil von Eiern aus alternativen Haltungsformen auf über 95 Prozent gestiegen.

Doch statt den Verbraucherwunsch nach tiergerecht erzeugten Produkten zu akzeptieren und als Marktchance für die heimischen Tierhalter zu entwickeln, blockiert die Bundesregierung mehr Tierschutz in der Landwirtschaft. Die grüne Bundestagsfraktion fordert hier einen Politikwechsel. Die grüne Bundestagsfraktion fordert in einem Antrag bereits im März 2012 die Ausweitung der Eierkennzeichnung auch auf verarbeitete Produkte und die Einführung einer verpflichtenden Tierhaltungskennzeichnung für alle Tierrassen und Lebensmittel.

Käfighaltung bleibt Tierquälerei

2010 hat das Bundesverfassungsgericht die Regelungen zur Kleingruppenhaltung von Legehennen mit dem Grundgesetz unvereinbar erklärt und damit die Käfighaltung zum zweiten Mal verboten. Aber Hühnerbarone und die Bundesregierung klammern sich weiter an diese gesellschaftlich geächtete, tierquälerische Haltungsform. Aus fadenscheinigen Gründen hat die Bundesregierung verhindert, dass eine Verordnung des Bundesrates zum Beenden der Kleingruppenhaltung in Kraft tritt. Das Wohl von Millionen Tieren ist ihr egal.

Dabei ist Tierschutz die Zukunft. Die Nachfrage nach Bio-Eiern ist groß und kann momentan nicht vom heimischen Markt gedeckt werden. Dies gilt auch für Eier aus Freiland- und Bodenhaltung. Die LegehennenhalterInnen sollten diese Chance wahrnehmen und das produzieren, was am Markt nachgefragt wird. Das bringt mehr Tierschutz und neue Arbeitsplätze.

Für eine bäuerliche Legehennenhaltung

Agrarindustrielle Tierhaltung ist nicht im Interesse von VerbraucherInnen, Tieren und LandwirtInnen. Die grüne Bundestagsfraktion fordert darum einen Kurswechsel in der Agrarpolitik hin zur Förderung einer tiergerechten, nachhaltigen, bäuerlichen Landwirtschaft und zur Stärkung regionaler Wertschöpfung. Landwirtschaftsminister Schmidt muss jetzt zügig die Versäumnisse seiner Vorgängerin Ilse Aigner ausbügeln. Die Regelungslücke bezüglich der Käfighaltung von Legehennen muss endlich geschlossen und eine transparente Kennzeichnung von verarbeiteten Eiern eingeführt werden.

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2 Kommentare
Ihr wart Regierung
Andreas Dieter 17.04.2014

... und alles was rauskam sind nervige Pfandautomaten.
Ich hab euch gewählt - nie wieder!

Wer soll euch denn jetzt noch was glauben? Ihr habt selbst keine Kurswechsel auf den Weg gebracht, als ihr konntet.

Die Grünen und deren Wähler bescheinigen sich gegenseitig Umweltbewusstsein, wo lange schon keines mehr ist.

Fliegt nur weiter 2 Mal im Jahr in ferne Länder, postet auf Facebook davon und kämpft gleichzeitig gegen Flughafenausbau und Vorratsdatenspeicherung und schützt die armen Hühner - zumindest mit Worten...

Die neue und junge Generation der Grünen ist wirklich echt Grün...
Hasan Eker 17.04.2014

... und fängst erst bei sich an!

Keine Forderungen mehr an Dritte, die man selber nicht erfüllen kann oder will!

Wer selber kein positives Beispiel abgeben kann, sollte keine grüne Politik mehr vertreten dürfen.

Gruß
Hasan Eker.com

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