Kükenschreddern geht weiter

Küken dicht an dicht
Die Bundesregierung verspricht seit Jahren, das massenhafte Töten männlicher Küken zu beenden. Das Gegenteil ist der Fall: 2017 wurden über 45 Millionen männliche Kücken getötet. Das sind über eine Million getötete Küken mehr als im Jahr zuvor. Das zeigt die Antwort auf eine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion. Erst wenn die Küken geschlüpft sind, werden die männlichen Tiere geschreddert. Dabei gibt es bereits Methoden, die das Geschlecht bereits im Ei feststellen können. Die Bundesregierung muss jetzt endlich handeln.

Mittlerweile ist es gängige Praxis: Männliche Küken von Legehennen werden am Tag des Schlüpfens getötet. Sie werden mit Kohlendioxid-Gas erstickt oder landen lebend in einem Häcksler. Sie haben in einer durchindustrialisierten Landwirtschaft keinen Nutzen, da sie keine Eier legen können und nicht genügend Fleisch ansetzen, um mit konventionellen Masthähnchen mithalten zu können.

Bundesregierung redet nur: Statt zu handeln

Die große Koalition aus Union und SPD beteuert seit Jahren, das Kükentöten beenden zu wollen. Ex-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt versprach sogar, dass damit Ende 2016 Schluss sein solle. Das Gegenteil ist der Fall, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion zeigt. Demnach wurden 2017 über 45 Millionen männliche Küken getötet. Das sind über eine Million getötete Küken mehr als im Jahr zuvor.

Der Königsweg: Das Zweinutzungshuhn

Das Töten männlicher Küken muss aufhören. Wir Grüne im Bundestag fordern, die Entwicklung von Hühnerrassen zu unterstützen, die gleichzeitig Eier legen und Fleisch ansetzen können. Für die Übergangszeit müssen bezahlbare Anlagen zur Früherkennung des Geschlechts im Ei für alle Brütereien schnell verfügbar sein. Wir wollen eine Landwirtschaft, in der Tiere mit Respekt - und nicht wie Ausschussware behandelt werden.

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3 Kommentare
Wir sind nicht Burka, wir sind gesetzl. geschützte Tierquäler
Klaus Lachetta 13.05.2017

Niemand kann bestreiten, dass es in Deutschland tägl. 1000fach gesetzl. geschützte Tierquälerei gibt. Sinngem. steht der Bundestag deshalb bis zum Knie im Blut der gequälten Tiere. Er macht die Gesetze, die es ermöglichen, vor Gericht das "Recht" zum Schreddern von Küken u.Ä. einzuklagen. Die wortreichen u. inhaltsleeren "Argumente" für die tägl. Praxis der Folterknechte der Fleischwirtschaft erzeugen Übelkeit. Allen voran trägt Herr Sch. Verantwort. für Genehmigung u. Beschönigung von Gewalt u. Quälerei. Mit anderen beruft er sich auf christl. "Kultur" u. verbirgt sein Gesicht hinter einer Charaktermaske. Das tut man Christus u. uns nicht an. Dank f. einzelne hum. Abg. m. Würde!

Planet Erde
Ute Hagemann 12.04.2018

Massentierhaltung, Monokulturen, Pestiziede, Tiere die qualvoll sterben. Wenn wir so weitermachen, werden auch wir schneller als uns lieb ist in die GRUBE fahren.

Ute Hagemann 12.04.2018

Schön wäre es, wenn wir in Deutschland 14 Tage lang mal keine Eier essen. Ich esse schön lange keine Eier mehr. Tipp Brudereier, d.h. Männliche Küken werden aufgezogen.
Gruß Ute

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