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TierschutzKükentöten endlich beenden

Küken dicht an dicht
Die Bundesregierung verspricht seit Jahren, das massenhafte Töten männlicher Küken zu beenden. Aber immer noch werden über 40 Millionen männliche Küken getötet. Das zeigt die Antwort auf eine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion. Diese Tierquälerei muss endlich ein Ende haben.

Immer noch ist es gängige Praxis: Männliche Küken von Legehennen werden am Tag des Schlüpfens getötet. Sie werden mit Kohlendioxid-Gas erstickt oder landen lebend in einem Häcksler. Sie haben in einer durchindustrialisierten Landwirtschaft keinen Nutzen, da sie keine Eier legen können und nicht genügend Fleisch ansetzen, um mit konventionellen Masthähnchen mithalten zu können.

Bundesregierung muss das Kükenschreddern endlich beenden

Die Große Koalition aus Union und SPD beteuert seit Jahren, das Kükentöten beenden zu wollen. Ex-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt versprach sogar, dass damit Ende 2016 Schluss sein solle, jetzt hat Ministerin Klöckner schnelle Hilfe zugesagt. Das Gegenteil ist der Fall, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion zeigt. Auch 2018 wurden wieder über 40 Millionen männliche Küken sinnlos getötet. Dabei gibt es Alternativen, aber sie werden zu langsam eingeführt. Die vorzeitige Geschlechtsbestimmung im Brutei wurde erst bei ca 3,5 Prozent der Eier durchgeführt. Eier aus einer Haltung „ohne Kükentöten“ machen nur 0,4 Prozent der in Deutschland produzierten Eier aus.

Der Königsweg: Das Zweinutzungshuhn

Das Töten männlicher Küken muss aufhören. Wir Grüne im Bundestag fordern, die Entwicklung von Hühnerrassen zu unterstützen, die gleichzeitig Eier legen und Fleisch ansetzen können. Für die Übergangszeit muss eine Früherkennung des Geschlechts im Ei vorgeschrieben werden und für alle Brütereien schnell verfügbar gemacht werden. Wir wollen eine Landwirtschaft, in der Tiere mit Respekt und nicht wie Ausschussware behandelt werden.

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