FleischkennzeichnungMehr Transparenz für Verbraucher – bessere Haltung der Tiere!

Ein Schwein beißt in die Gitterstäbe eines Transporters.

Beim Kauf von tierischen Produkten werden Verbraucherinnen und Verbraucher oft durch romantisierende Handelsmarken oder irreführende Bilder von Bauernhofidyllen und freilaufenden Tieren über die industrielle Herstellung und die tierquälerischen Haltungsbedingungen hinweggetäuscht. Diese bewusste Irreführung muss die Bundesregierung endlich stoppen. Wir wollen, dass VerbraucherInnen auf den ersten Blick erkennen können, unter welchen Bedingungen Tiere gehalten wurden.

Vorbild Eierkennzeichnung

Ähnlich wie bei der Kennzeichnung von Eiern will die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen auch bei Fleisch eine einfache, verständliche und verlässliche Kennzeichnung. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen direkt erkennen können, wo Fleisch herkommt und wie die Tiere gehalten wurden.

Die Kennzeichnung bei Eiern ist ein Erfolgsmodel und Vorbild. Sie hat gezeigt: Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher die Wahl haben, greifen sie zu Eiern aus Boden-, Freiland- und Bio-Haltung, und lassen Eier aus tierquälerischer Käfighaltung links liegen. Wir wollen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher in Zukunft auch Schnitzel oder Steak von Schweinen, die ein Leben ohne Beschäftigungsmaterial und auf Vollspaltenböden fristen mussten, die rote Karte zeigen können.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Haltungskennzeichnung bei Eiern auf verarbeitete Produkte wie Nudeln, Kekse und Kuchen ausgeweitet wird. Für uns Grüne im Bundestag ist deshalb auch klar, dass eine Herkunftskennzeichnung bei Fleisch auch für Wurst oder Fertiggerichte gilt.

Mehr Tierschutz und faire Löhne

Wir wollen für Verbraucherinnen und Verbraucher Transparenz schaffen und eine fairere Entlohnung von Landwirtinnen und Landwirten ermöglichen. 96 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wollen, dass Tiere tiergerecht gehalten werden. Gleichzeitig haben es ausgerechnet jene ProduzentInnen schwer, die ihre Tiere besser halten, da eine glaubwürdige staatliche Kennzeichnung fehlt und daher Leistungen für den Tierschutz nicht entlohnt werden.

Mit Christian Schmidt hat Deutschland einen Ernährungs- und Landwirtschaftsminister, der lieber über Tierschutz und Verbraucherwünsche philosophiert, als zur Tat zu schreiten. Es ist höchste Zeit, dass er endlich Haltung zeigt und aktiv etwas tut – für mehr Tierschutz und für mehr Verbraucherinformation!

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