KatzenfellPelz ist Tierquälerei

Der Nachweis von Katzenfell in Kleidungsstücken, das als Kunstpelz gekennzeichnet war, ist ein Skandal. Der Import von Katzenfell ist bereits seit 2009 gesetzlich verboten. Daran müssen sich die Hersteller halten und ihrer Überwachungspflicht gerecht werden. Auch wenn es sich bei dem verwendeten Fell nicht um Katzen-, sondern um Marderhundefell gehandelt haben soll, wie vom Bekleidungshersteller Tom Tailor beteuert wird, bleibt der Fakt, dass Tierpelz als Kunstpelz verkauft wurde und Verbraucherinnen und Verbraucher massiv getäuscht wurden.

Kunstpelz kann eine gute Alternative zu tierischem Fell sein. Doch die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf die Kennzeichnung absolut verlassen können, um tierquälerischen Pelz bewusst vermeiden zu können. Denn Tierquälerei ist weder chic noch elegant. Hunderttausende Nerze, Füchse, Chinchillas und andere Tiere werden unter unsäglichen, artwidrigen Bedingungen gehalten – einzig und allein zu dem Zweck, vermeintlichen Luxus herzustellen.

Es ist daher unverantwortlich, dass noch immer Modeschauen veranstaltet werden, bei denen Pelzprodukte präsentiert werden. Hier sollte schnellstens ein Umdenken erfolgen und Designer in Zukunft auf Pelz verzichten. Zudem müssen Verbraucherinnen und Verbraucher genau erfahren, wenn Teile einer Jacke oder Mütze aus Fell sind, das von einem in China oder Russland in einem kleinen Gitterkäfig gehaltenen Fuchs stammt. Die Tierart, das Herkunftsland und die Art der Haltung müssen klar benannt werden.

Die Bundesregierung muss sich ein Beispiel an der Schweiz und Österreich nehmen, wo es deutlich bessere Kennzeichnungsregelungen beziehungsweise ein Haltungsverbot für Tiere zur Pelzerzeugung gibt. Mit der Tierquälerei und Verbrauchertäuschung muss endlich Schluss sein.

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