TierversucheReagenzgläser statt Mäuse

Labormaus
Drei Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Tierversuche getötet. Dabei gibt es in der Forschung tierleidfreie Alternativen, die aber von der Bundesregierung nur unzureichend gefördert werden.

Jedes Jahr werden in Deutschland rund drei Millionen Tiere in Laboren für Versuche verwendet und getötet. Im Bereich Gentechnik steigen die Zahlen sogar. Dabei gibt es tierleidfreie Alternativmethoden. Dazu gehören zum Beispiel In-vitro-Verfahren oder Organchips. Diese sind zuverlässiger, weil sie den menschlichen Organismus viel besser abbilden.

Alternativen zu Tierversuchen

Die bisherigen finanziellen Mittel müssen dringend erhöht werden. Die von der Bundesregierung für Alternativmethoden zur Verfügung gestellten Mittel sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die zuständigen Minister Schmidt und Wanka müssen das Leid im Versuchslabor beenden und endlich eine Gesamtstrategie zum schnellstmöglichen Ersatz von Tierversuchen vorlegen. Hier braucht es den Ehrgeiz der Niederlande, die 2025 Spitzenreiter bei der tierleidfreien Forschung sein wollen.

EU-Vorgaben endlich umsetzen

Deutschland muss die EU-Vorgaben zu Tierversuchen endlich umsetzen und einhalten. Schwerst balastende Tierversuche müssen dringend auf wenige Ausnahmen beschränkt werden. Damit sind solche Versuche gemeint, die bei Tieren starke Schmerzen, schwere Leiden oder Ängste auslösen. Doch auch in dieser Hinsicht bleibt die Bundesregierung erschreckend untätig. Das belegt auch ein von den Grünen im Bundestag beauftragtes Gutachten: Es zeigt gravierende Mängel bei der Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie auf.

Bereits im Jahr 2016 haben grüne Bundestagsabgeordnete einen offenen Brief an Minister Schmidt geschrieben. Darin fordern sie den Minister anlässlich des Internationalen Tages zur Abschaffung der Tierversuche dazu auf, diese Mängel zu beheben.

Die Bundesregierung mogelt sich weiter durch. Das verursacht größtes Tierleid. Wir wollen das stoppen – und zwar schnell.

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