PlastiktütenBerlin tüt was!

Stoffbeutel mit der Aufschrift "Geiler Sack"

Berlin wehrt sich gegen Ressourcenverschwendung durch Einmal-Plastiktüten. Am 4. Juli startet die Aktion „Berlin tüt was!“der Stiftung Naturschutz Berlin, an der auch wir Grünen beteiligt sind.

In vielen Sammelstellen werden zehn Plastiktüten aus Erdöl – die oftmals nur Minuten gebraucht werden, und dann im Müll landen – gegen eine Mehrweg-Einkaufstasche getauscht, die viele Male genutzt werden kann. Eine Sammelstelle ist zum Beispiel im Grünen Umweltbüro in der Hessischen Straße 10, im Büro der umweltpolitischen Sprecherin im Abgeordnetenhaus, Silke Gebel.

Ziel der Aktion ist es, beim Berliner Umweltfest am 20. September 2014 einen Weltrekord aufzustellen. Gemeinsam werden dann viele Berlinerinnen und Berlinern ein Zeichen gegen die Plastiktütenflut setzen, wenn eine neun Kilometer lange Kette aus 30.000 Plastiktüten gebildet wird. Dies entspricht in etwa dem stündlichen Plastiktütenverbrauch in Berlin. Auch in der grünen Bundestagsfraktion findet die Aktion große Unterstützung. „Machen Sie mit – tauschen Sie Müll gegen Designertasche“, so Peter Meiwald, umweltpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion.

Im April hatte das EU-Parlament beschlossen, Plastik- und Kunststoffabfälle deutlich zu verringern. Die grüne Bundestagsfraktion begrüßt die Entscheidung, auch wenn die EU bislang nur den Lebensmittelsektor in die Pflicht nimmt und Bekleidungs-, Elektro- und Konsumgüterindustrie, die ebenfalls erhebliche Mengen von Plastiktütenmüll kostenlos in den Verkehr bringen, außen vorlässt. Plastiktüten gegen Mehrwegtaschen - weg vom Einwegprodukt, dahin muss auch auf Bundesebene gesteuert werden. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat dazu schon wiederholt Initiativen in den Bundestag eingebracht.

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