BioabfallBiotonne für alle

Biotonne

Es ist eigentlich eine Binsenweisheit: Abfälle einfach zu beseitigen ist nicht mehr zeitgemäß. Alles muss darauf ausrichten werden, Abfälle ökologisch weiter zu verwenden. Dafür ist es unverzichtbar, einzelne Teile getrennt zu sammeln. Das gilt für Papier und Glas schon lange, aber auch für Biomüll.

Die Zeit wird knapp

Ab Januar 2015 müssen Bioabfälle laut Kreislaufwirtschaftsgesetz in allen Haushalten getrennt gesammelt werden. Damit soll verhindert werden, dass sie mit dem Restmüll in der Verbrennung landen. Sie können in Biogasanlagen viel besser und klimaschonender verwertet werden.

Weiße Flecken auf der Landkarte

In 76 Städten und Landkreisen in Deutschland gibt es aktuell keine Bioabfalltonnen. Davon sind 10,8 Millionen Menschen betroffen, deren Bioabfälle nicht gesammelt werden. Dazu kommt, dass in weiteren 39 Kommunen die Biotonne nur teilweise angeboten wird. Das heißt noch einmal einige Millionen Menschen zusätzlich, die keine Biotonne haben.

9 Millionen Tonnen Bioabfälle pro Jahr werden bereits jetzt getrennt gesammelt und gehen zum Beispiel in Biogasanlagen, so dass nicht immer mehr Mais extra dafür angebaut werden muss. Dieses ließe sich deutlich steigern, wenn es in allen Haushalten Biotonnen gäbe.

Potential nutzen

Bioabfall getrennt sammeln schont die Umwelt und das Klima. Werden Speisereste einfach verbrannt, nutzen wir diesen Abfall nicht vernünftig. Besser ist, ihn in Biogasanlagen zu vergären und die Reste auf Felder auszubringen, um die Nährstoffe zu erhalten. Auch Grünschnitt aus Gärten darf nicht einfach verbrannt werden. Unsere Abfälle sind wertvoll für die Erzeugung von Strom und Wärme. Ihr Potential müssen wir nutzen.

Mehr zum Thema Umwelt

Dieser Artikel ist älter als zwei Monate, deshalb werden keine Kommentare mehr angenommen.

4392587