RessourcenverschwendungEndspurt zum Sammeln

Peter Maiwald MdB und Silke Gebel MdA halten Tüten in der Hand.

Einmal-Plastiktüten sind ein Riesenproblem für die Umwelt. Das Plastik wird in der Natur nicht abgebaut, es sammelt sich in unseren Ozeanen. Wir wollen weg von der Einweg-Gesellschaft, und setzen auf wiederverwendbare Einkaufstaschen.

Die Berliner Stiftung für Naturschutz sammelt derzeit unter dem Motto „Berlin tüt was“ Plastiktüten von Bürgerinnen und Bürgern und tauscht diese gegen haltbare und umweltfreundliche Mehrweg-Einkaufstaschen aus recycelten Plastik.

Eine Mehrwegtasche schont das Portemonnaie und die Umwelt. Die Bundestagsfraktion und Grüne Abgeordnete aus Berlin unterstützen daher die Aktion in Berlin. Eine Sammelstelle befindet sich im Grünen Umweltbüro der Landtagsabgeordneten Silke Gebel, Hessische Straße 10 in Berlin.

Der Endspurt der Sammel-Aktion läuft.

15.000 Tüten wurden bisher in den über 70 Sammelstellen in Berlin bisher abgegeben und gegen wiederverwendbare Einkaufstaschen getauscht. In den nächsten zwei Wochen – solange läuft die Aktion noch – wollen wir die Zahl verdoppeln. 30.000 Tüten werden in Berlin stündlich in den Geschäften herausgegeben – so viele sollen es werden.

Mitmachen, mithelfen! Die Tüten werden am 20. September auf dem Tempelhofer Flugfeld für einen Weltrekordversuch genutzt – und dann recycelt.

Die meisten Plastiktüten werden nur einmal genutzt und landen nach wenigen Minuten im Müll. Bestenfalls werden sie recycelt, im schlechtesten Fall verbrannt.

Auch die Europäische Union will den Kampf gegen die Vermüllung und Ressourcenverschwendung intensivieren und animiert die Mitgliedstaaten zu einem engagierteren Vorgehen gegen Plastikabfälle. In ihrem Vorschlag zur Verringerung der Verwendung von Plastiktüten stellt die EU-Kommission den Mitgliedstaaten frei, dies über Abgaben, feste Verringerungsziele oder nationale Verbote zu erreichen. Sie will damit den enormen Verbrauch von fast 100 Milliarden Plastiktüten jährlich in Europa verringern (Pressemitteilung).

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat ein solches Vorgehen schon wiederholt im deutschen Bundestag gefordert. Zielführender als ein Verbot halten wir die Einführung einer speziellen Abgabe für Plastiktüten auf Erdölbasis. Dazu hat die grüne Bundestagsfraktion vor zwei Jahren einen Vorschlag in den deutschen Bundestag eingebracht, der leider durch die Regierungskoalition abgelehnt wurde.

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