Klimwandel und extremes WetterHochwasser im Balkanraum

Sandsäcke schützen eine Haustür in einer überschwemmten Straße.

Das Hochwasser auf dem Balkan reiht sich in die traurige Rekordliste der Wetterextreme ein. Neben einer schnellen unbürokratischen Hilfe für die vom Hochwasser betroffenen Menschen stellt sich die Frage nach den Ursachen für immer häufigere und stärkere Hochwasser.

Das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat in einer Studie aus dem Jahr 2012 festgestellt, dass zumindest für extreme Regenfälle und extreme Hitzewellen ein Zusammenhang mit dem Klimawandel und den vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen besteht und die Ereignisse nicht mehr allein durch den Zufall zu erklären sind. Auch wenn sicher nicht jedes Wetterereignis mit dem Klimawandel erklärt werden kann, gibt es doch einen statistischen Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und Rekorden bei Temperatur und Niederschlag.

Jahrzehnt der Extremwetter

Als Belege für ihre Aussage führen die Wissenschaftler des PIK zwei Aspekte an: So kann erstens warme Luft mehr Feuchtigkeit halten. Stärkere Regenfälle sind die Folge. Zweitens zeigen die vorhandenen Temperatur- und Niederschlagsdaten einen klaren Trend zur Häufung von Extremwetterereignissen. All dies hat zu der Erkenntnis geführt: Das vergangene Jahrzehnt war eines mit nie zuvor dagewesenen Wetterextremen. Auch dem aktuellen Hochwasserereignis in der Balkanregion gingen Regengüsse voraus, wie es sie seit 120 Jahren nicht mehr gegeben haben soll. Als Folge kämpft die Region mit dem schwersten Hochwasser seit einem Jahrhundert.

Nach einer Studie der Versicherung Münchner Rück aus dem Jahr 2012 sollen sich die Kosten für Unwetterschäden seit 1980 bereits auf mehr als 750 Milliarden Euro belaufen. Diese Zahlen machen deutlich, dass auch die industrialisierten Länder und ihre Ökonomien durch die Auswirkungen des Klimawandels nicht nur massiv gefährdet, sondern bereits heute schon spürbar beeinträchtigt sind.

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