Quecksilber mit Fisch auf den Tisch?

Fischfang im Nordatlantik

Wie hoch sind die Quecksilberemissionen?

Der Ausstoß von Quecksilber in die Umwelt liegt in Deutschland seit Jahren bei zehn Tonnen im Jahr, so die Zahlen des Umweltbundesamtes. Der Energiesektor trägt 70 Prozent zu dieser Emissionen bei und ist somit für den Löwenanteilen dieser Umweltverschmutzung verantwortlich. Allein die dreckigsten Kohlekraftwerke stoßen mit fünf Tonnen die Hälfte der Emissionen aus. Das geht aus der Studie Quecksilberemissionen aus Kohlekraftwerken der Bundestagsfraktion hervor.

 

Emissionen der dreckigsten Kohlekraftwerke, Quelle: Kleine Anfrage 18/7713

Wie genau sind die Messungen?

Eine kontinuierliche Messung der Quecksilberemissionen findet kaum statt. Die Angaben der deutschen Kraftwerksbetreiber beruhen auf Berechnungen auf Basis pauschaler Emissionsfaktoren und stichprobenartige Analysen der eingesetzten Kohlen. Hinzu kommen Einzelmessungen über einen Zeitraum von 1,5 Stunden. Es werden als nur ein Bruchteil der Emissionen eines Tages gemessen, die dann mit dem Gesamtjahr gleichgesetzt werden.

Die wenigen kontinuierlichen Messungen werden nur halbjährlich kalibriert. Das Problem ist, dass ein längerer zeitlicher Abstand zwischen Kalibrierung und Messung eher zu niedrigen Messwerten führt. Dies kann gerade bei älteren Messinstrumenten der Fall sein.

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