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UmweltschutzSchluss mit Mikroplastik in Kosmetik

Eine Zahnbürste mit Zahnpasta
Kleinste Plastikpartikel werden in Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln gezielt eingesetzt. Sie landen über die Meerestiere wieder auf unseren Tischen. Das muss ein Ende haben.

Mikroplastik in der morgendlichen Dusche? Eine merkwürdige Vorstellung, aber Realität. Mikroplastik entsteht nicht nur durch die Verwitterung von Plastikmüll oder Reifenabrieb, sondern in der Kosmetik wird es gezielt eingesetzt. Beispielsweise als Schleifmittel in Peelings oder als Trübungsmittel in Cremes.

Schweden verbietet Mikroplastik in Kosmetik

Mikroplastik wird in Kosmetik gezielt eingesetzt, obwohl es dort entbehrlich ist. Deshalb ist hier auch ein schneller Ausstieg möglich. Daher fordert die grüne Bundestagsfraktion, Mikroplastik per Gesetz aus Kosmetika zu verbannen. In Schweden tritt ein solches Verbot am 1. Juli in Kraft. Neue Kosmetikprodukte dürfen ab dann keine Mikrokunststoffpartikel mit reinigender und scheuernder Wirkung enthalten, Restbestände dürfen nur noch bis Ende des Jahres verkauft werden.

Zwar hat die deutsche Kosmetikindustrie versprochen, bis 2020 Mikroplastik aus ihren Produkten zu verbannen. Doch dieser Verzicht ist aus Sicht der grünen Bundestagsfraktion nur halbherzig, da er sich nur auf bestimmte Arten von Mikroplastik bezieht: auf feste Mikroplastikpartikel, die als Schleifmittel eingesetzt werden – also die klassischen Peelings. Das kritisiert auch das Umweltbundesamt und fordert daher eine gesetzliche Regelung auf europäischer Ebene, die jegliche Verwendung von Mikroplastik in Kosmetika unterbindet.

Plastikverbrauch muss generell reduziert werden

Ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika löst nur einen Teil des Problems. Der Plastikverbrauch muss generell reduziert und die Hersteller müssen in die Pflicht genommen werden. Ein Verbot in Kosmetik und Pflegeprodukten ist jedoch ein wichtiger Schritt und vor allem schnell umsetzbar. Nachhaltige Alternativen stehen zur Verfügung und können problemlos das Mikroplastik ersetzen, ohne der Umwelt zu schaden. Daher wollen wir mit dem Ausstieg aus der gezielten Verwendung von Mikroplastik verhindern, dass noch mehr Plastik in unsere Flüsse, Seen und ins Meer gelangt, Tiere schädigt und schließlich über die Nahrungskette auch auf unsere Teller gelangt.

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