TrinkwasserWasserversorger fordern Schutz des Trinkwassers

Wasser sprudelt aus einem Hahn in eine geöffnete Hand.

Der Verband der kommunalen Wasserversorger (VKU) schlägt Alarm. Laut ihrer Hauptgeschäftsführerin, der ehemaligen parlamentarischen Staatssekretärin Katherina Reiche, fürchten immer mehr Wasserversorger, dass bald nicht mehr genügend unbelastete Rohwasserressourcen für die Trinkwassergewinnung zur Verfügung stünden. Insbesondere die Überdüngung ist verantwortlich dafür, dass die Rohwasserressourcen bald zu belastet sind. Dann müssen Wasserversorger das Nitrat technisch aus dem Grundwasser entfernen, neue unbelastete Quellen gesucht und erschlossen oder das Wasser von weit hergeholt werden. Das Umweltbundesamt prognostiziert dafür bis zu einem Euro höhere Kosten pro Kubikmeter Wasser für die Verbraucher. Ein Zwei-Personenhaushalt mit 80 Kubikmeter Wasserverbrauch würde dann nicht wie bislang durchschnittlich 95 Euro pro Jahr, sondern eher 140 Euro zahlen.

Wichtig ist aus Sicht der Wasserversorger endlich eine Novellierung der Düngeverordnung, die die Stickstoffzufuhr auf den Pflanzenbedarf zuschneidet und die Verklappung auf den Feldern beendet. So forderte Reiche „die schnelle und umfassende Einführung der Hoftorbilanz, bessere Überwachung sowie, wo nötig, auch Sanktionierung des Düngeverhaltens“. Diese Vorschläge der Wasserversorger bestätigt die grüne Bundestagsfraktion in ihren bisherigen Anträgen.

Zum Fracking forderte Katherina Reiche eine schnelle Verbesserung des bestehenden Rechtsrahmens, damit der Schutz der Wasserressourcen auch noch für kommende Generationen gewährleistet ist.

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