

BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//TYPO3/NONSGML TBS Event//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:19700329T020000
RRULE:FREQ=YEARLY;BYMONTH=3;BYDAY=-1SU
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:19701025T030000
RRULE:FREQ=YEARLY;BYMONTH=10;BYDAY=-1SU
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
UID:event-13@www.gruene-bundestag.de
SUMMARY:Klimagerechtigkeit
DESCRIPTION:Die Klimakrise betrifft uns alle, aber nicht alle gleich stark. Am meisten von ihr betroffen sind bisher überwiegend die Länder, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, vor allem die ärmsten Staaten aus dem Globalen Süden.Die Menschen aus den betroffenen Regionen kommen noch viel selten zu Wort.Das möchten wir ändern. Deshalb haben wir anlässlich der UN-Klima-Zwischenkonferenz in Bonn gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus dem Globalen Süden darüber diskutiert, welche Perspektiven noch nicht genug Platz an den Verhandlungstischen bekommen und welche Erwartungen es im Hinblick auf die COP27 gibt.Klimagerechtigkeit ist auch globale GerechtigkeitNach einleitenden Grußworten von Katharina Dröge, Fraktionsvorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Jennifer Morgan, Sonderbeauftragte für Internationale Klimapolitik im Auswärtigen Amt und Selwin Hart, Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Climate Action und Just Transition, machte Sheena Anderson in ihrer Keynote-Speech klar, dass wir die Klimakrise nur bewältigen können, wenn diejenigen in den Diskurs einbezogen werden, die am meisten von der Klimakrise betroffen sind.„Es stimmt mich hoffnungsvoll, dass die Klimakrise und die Klimagerechtigkeit im politischen Diskurs zunehmend an Bedeutung gewinnen, was ein großer Erfolg von Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten in aller Welt ist. Diese Errungenschaft verliert jedoch an Glaubwürdigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit, wenn Umweltrassismus, koloniales Erbe und systemische Ungerechtigkeit nicht als wesentliche Faktoren berücksichtigt werden.“, betonte Sheena Anderson, Aktivistin von Black Earth.In zehn verschiedenen Workshops wurde sich über verschiedenste Aspekte der Klimagerechtigkeit gemeinsam mit vielen Referent*innen aus dem Globalen Süden und den Teilnehmenden ausgetauscht sowie darüber, wie wir die vereinbarten Klimaziele erreichen. Hierbei ging es unter anderem um Klimapartnerschaften, Menschenrechte, Klimafinanzierung, feministische Mobilität, Energie- und Ernährungssicherheit sowie Dekolonialisierung von Naturschutz.Schäden und Verluste stärker in den FokusIn zwei Diskussionsrunden richteten wir zum einen den Blick auf die Weltklimakonferenz COP27, die im November in Ägypten stattfinden wird. Kathrin Henneberger diskutierte hierzu mit Gina Cortes, Adrián Martínez Blanco, Hyacinthe Niyetegeka und Imme Scholz. Dabei wurde deutlich gemacht, dass Länder des Globalen Nordens, insbesondere die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten jetzt klar Verantwortung übernehmen müssen und Vertrauen schaffen, indem Kohärenz zwischen Diskurs und Umsetzung geschaffen wird.Konkret müsse eine klare Struktur des Santiago-Netzwerks für Schäden und Verluste etabliert sowie klare Zusagen und Umsetzung von Klimafinanzierung garantiert werden. Dabei betrachten viele Aktivist*innen aus dem Globalen Süden die Klimaversicherungen mit großer Skepsis, denn für viele Bereiche kommen diese nicht in Frage und die Herausforderung ist, diese gemeinwohlorientierter auszugestalten.Es werden vielmehr zusätzliche Mittel und weitere Instrumente eingefordert. Alle  Maßnahmen  müssen zudem auch intersektional wirken und diejenigen bei der Lösungsfindung eine zentrale Rolle spielen, die am meisten von der Klimakrise betroffen sind.Dekolonial und intersektionalIn einem zweiten Podium wurde die Frage vertieft, warum Klimagerechtigkeit auch immer intersektional gedacht werden sollte, d.h. verschiedene sich teils verstärkende Diskriminierungsformen einzubeziehen sind. Merle Spellerberg sprach in dieser Diskussionsrunde mit Tonny Nowshin, Isadora Cardoso und Juan Carlos Jintiach.Eine wichtige Rolle spiele hierbei, die Klimakrise und ihre Bekämpfung mit einer dekolonialen Brille zu sehen. Die Unterdrückung von indigenen Völkern, Frauen und Person of Color dürfe sich nicht bei Klimamaßnahmen fortsetzen. Der Globale Norden und auch die Klimabewegung in diesen Ländern müssten sich ihrer kolonialen Verantwortung bewusst sein und dies in ihr Handeln.
LOCATION:Digitale Veranstaltung
URL:https://www.gruene-bundestag.de/veranstaltungen/veranstaltung/klimagerechtigkeit/
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20220617T120000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20220617T173000
DTSTAMP:20241105T000125Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR
