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SUMMARY:Land der Chancen – Arbeits- und Fachkräftekongress
DESCRIPTION:Der Kongress zog vor Ort und digital 650 Teilnehmer*innen an und bot eine Plattform für den Austausch zu Lösungen des Fachkräftemangels. Hochkarätige Gäste und Beiträge unterstrichen die Bedeutung einer inklusiven und zukunftsorientierten Fachkräftepolitik.Eröffnung und KeynotesNach der Begrüßung durch den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Andreas Audretsch führte die Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge in die Thematik des Fachkräftemangels ein. Sie betonte die dringende Notwendigkeit von Maßnahmen zur Fachkräftesicherung in Deutschland. Katharina Dröge wies auf die drei Handlungsfelder Einwanderung, Frauenerwerbstätigkeit und Weiterbildung sowie Qualifizierung hin. In allen drei Bereichen hat die Bundesregierung aufgrund grüner Impulse maßgebliche Veränderungen erreicht, beispielweise durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, der Unterstützung von Ganztagsbetreuung durch den Bund und durch verbesserte Weiterbildungsmöglichkeiten für Beschäftigte.Den wissenschaftlichen Auftakt übernahm Prof. Dr. Ulrike Malmendier von der University of California, Berkeley, mit der Präsentation aktueller Forschungsergebnisse. Ulrike Malmendier hob hervor, dass der Fachkräftemangel das größte Wachstumshemmnis darstellt. Daher sei eine aktive Politik zur Fachkräftesicherung ein „Chancen- und Aufbruchsthema“. Gleichzeitig sei es aus verhaltensökonomischer Sicht wichtig, bei neuen Technologien wie KI, aber auch beim Thema Weiterbildung, eine möglichst hohe Vorhersehbarkeit und Möglichkeiten zum Mitwirken zu schaffen, um langfristig wirtschaftlichen Erfolg zu sichern.Annalena Baerbock, Bundesministerin des Auswärtigen, sprach über die politischen Rahmenbedingungen und Herausforderungen der Fachkräfteeinwanderung.Sie betonte, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte steht und sich durch ein modernes Einwanderungssystem sowie eine ausgeprägte Willkommenskultur auszeichnen muss. Annalena Baerbock erläuterte, dass nur durch gezielte Maßnahmen und eine offene Gesellschaft die Integration und Anwerbung von Fachkräften gelingen könne. Als konkreten Erfolg nannte sie die Digitalisierung von Visastellen im Ausland. So konnte sie beispielsweise die Bearbeitungszeiten für Visaanträgen in Indien drastisch verkürzen.Panels und IdeenlaboreUnter dem Titel „Deutschland auf dem Weg zum attraktiven und funktionierenden Einwanderungs- und Ankommensland“, diskutierten auf dem ersten Panel der Theologe, Journalist, und Autor Stephan Anpalagan mit Jörg Dittrich (Zentralverband des Deutschen Handwerks), und Dr. Susanne Pauser (Deutscher Caritasverband). Die Moderation führte Andreas Audretsch. Die Diskussionen drehten sich um die Notwendigkeit, Hürden für Arbeitskräfte zu reduzieren und eine offene Willkommenskultur zu fördern. Es wurden verschiedene Lösungsansätze präsentiert, um den Fachkräfteeinwanderungsprozess zu optimieren und die Attraktivität Deutschlands für ausländische Fachkräfte zu steigern.Nach einer kurzen Pause fanden parallele Ideenlabore statt, die sich mit einer breiten Themenpalette rund um den Fachkräftemangel auseinandersetzten, Fragestellungen vertieften und  Lösungsideen sowie Best-Practice-Beispiele diskutierten. Diese Labore behandelten unter anderem die Themen Arbeitskräfteeinwanderung, Aus- und Weiterbildung, die Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt, die Erwerbstätigkeit von Frauen und die Rolle des Handwerks im klimaneutralen Umbau.Lunch-Talk mit Bundesministerin Lisa PausIn der Mittagspause gab es Gelegenheit zum Netzwerken, gefolgt von einem Lunch-Talk mit Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Lisa Paus und Jutta Allmendinger vertieften die Möglichkeiten, die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu stärken. Sie betonten die Bedeutung einer besseren Kinderbetreuung und der Unterstützung von Familien, aber auch der faireren Aufteilung von Sorgearbeit, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern und die Erwerbsquote von Frauen zu steigern.Weitere Ideenlabore und KeynotesNach der Mittagspause setzten die durchgängig stark besuchten Ideenlabore ihre Arbeit fort. Neue Themen waren unter anderem die Gestaltung der Arbeit in einer Migrationsgesellschaft, die interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen und die Herausforderungen des Strukturwandels in Ostdeutschland. Auch diese Labore boten den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, innovative Konzepte zu entwickeln und sich über erfolgreiche Projekte auszutauschen.Ein Höhepunkt war die Keynote zum Thema Transformation von Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. Aufgrund seiner Reise nach Südostasien hielt Robert Habeck seine Keynote als Videobotschaft. Auch Robert Habeck unterstrich die Bedeutung qualifizierter Zuwanderung, widmete sich aber auch den Themen Digitalisierung und Steigerung des Arbeitsvolumens, sowohl bei Frauen als auch bei älteren Beschäftigten und dem Thema lebenslanges gesundes Arbeiten. Nur durch eine auch mit Blick auf das inländische Arbeitskräftepotential nachhaltige Wirtschaftspolitik könne Deutschland langfristig wettbewerbsfähig bleiben.Anschließend diskutierte ein erneut von Andreas Audretsch moderiertes Panel, über die Wege zu Klimaneutralität und neuer wirtschaftlicher Stärke. Teilnehmer*innen des Panels waren Stefan Körzell (Bundesvorstand Deutscher Gewerkschaftsbund), die Soziologin Prof. Dr. Sabine Pfeiffer (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Prof. Dr. Enzo Weber (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) und Judith Wiese (Siemens AG). Sie thematisierten unter anderem über die Rolle des Handwerks bei der Energiewende, die unterschiedlichen Herausforderungen für Industrie- und Handwerksbetriebe inklusive Kleinen und mittleren Betrieben, sowie die jeweiligen Handlungsmöglichkeiten von Bundespolitik, Wirtschaft und Verbänden.Keynote von Britta Haßelmann: Willkommenskultur als gemeinsame AufgabeDen Abschluss der Veranstaltung bildete eine Keynote von Britta Haßelmann, Fraktionsvorsitzende der grünen Bundestagsfraktion. Sie fasste die Erkenntnisse des Tages zusammen und betonte die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen zur Bewältigung der Fachkräftekrise. Britta Haßelmann schilderte, wie der Fachkräftemangel auch im Alltag spürbar ist. Eine Verbesserung der Willkommenskultur sei eine gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten. Daher gelte es, gemeinsam weiter engagiert an Lösungen zu arbeiten.Der Kongress endete mit einem Ausklang in der Halle des Paul-Löbe-Hauses, bei dem die Teilnehmer*innen die Möglichkeit hatten, die Gespräche und Diskussionen des Tages fortzusetzen.FazitDer Fachkräftekongress „Land der Chancen“ stieß mit rund 650 Gästen auf großes Interesse und bot eine umfassende Plattform für den Austausch über die Herausforderungen und Lösungen zur Fachkräftesicherung in Deutschland. Der Kongress zeigte deutlich, dass eine nachhaltige Lösung des Fachkräftemangels nur durch gemeinsame Anstrengungen und innovative Ansätze erreicht werden kann. Die grüne Bundestagsfraktion hat dazu bereits wichtige Reformen ins Werk gesetzt. Zahlreiche wertvolle Inputs und Best-Practice-Beispiele aus den Ideenlaboren zeigten auf, dass die Bewältigung des Fachkräftemangels auf Jahre hinaus eine Herausforderung bleibt, aber es auch viele Hebel gibt, um diese Herausforderung gemeinsam zu bewältigen.
LOCATION:Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus (Foyer) - Eingang West, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin
URL:https://www.gruene-bundestag.de/veranstaltungen/veranstaltung/land-der-chancen-arbeits-und-fachkraeftekongress/
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