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SUMMARY:Ob Stadtteil oder Dorf – lebenswert vor Ort
DESCRIPTION:Wie gelingt ein gutes Leben vor Ort – im Dorf wie im Stadtteil? Und was brauchen Kommunen, um ihre Aufgaben auch künftig erfüllen zu können? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Kommunalkongresses „Ob Stadtteil oder Dorf – lebenswert vor Ort“, zu dem die Grüne Bundestagsfraktion am 18. April 2026 in den Deutschen Bundestag eingeladen hatte. Rund 400 Engagierte aus ganz Deutschland nahmen vor Ort in Berlin sowie digital teil, um gemeinsam an Lösungen für lebenswerte, gerechte und nachhaltige Kommunen zu arbeiten. Der Tag war geprägt von fachlichem Austausch, praktischer Vernetzung und einer klaren politischen Botschaft: Kommunen brauchen jetzt verlässliche Unterstützung. Bereits der Morgen startete mit einem Frauen*-Vernetzungsfrühstück, welches Raum für die gezielte Vernetzung von Kommunalpolitikerinnen bot – ein wichtiges Signal zur Stärkung der weiblichen Stimme in den Räten.Zur Begrüßung betonte die Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann die zentrale Rolle der Kommunen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und staatliche Handlungsfähigkeit. Sie machte deutlich, dass eine Entlastung der Kommunen nicht zu Lasten sozialer Rechte gehen dürfe und kritisierte entsprechende KürzungspläneDer Kongress wurde von Karoline Otte, Berichterstatterin für Kommunales, und Niklas Wagener, Berichterstatter für Ländliche Räume, gemeinsam mit 25 weiteren Abgeordneten der Grünen Bundestagsfraktion organisiert. Die breite Beteiligung zeigt, wie wichtig es der Bundestagsfraktion ist die Kommunen direkt mitzudenken Im Zentrum des Kongresses standen zwei umfangreiche Workshop-Phasen, die mit 14 Sessions die gesamte Bandbreite kommunaler Herausforderungen abbildeten – von modernen Mobilitätskonzepten im ländlichen Raum über resilienten Bevölkerungsschutz bis hin zu Fragen des Naturschutzes und der sozialen Daseinsvorsorge. Auch kommunale Finanzen, Bildung, Kultur und Krisenresilienz wurden intensiv diskutiert. Die Workshops machten deutlich: Vor Ort entstehen konkrete Lösungen. Zur Umsetzung werden aber verlässliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen benötigt.Parallel dazu bot der „Markt der Möglichkeiten“ Raum für Austausch und Inspiration. Initiativen und Organisationen präsentierten praxisnahe Ansätze und Best-Practice-Beispiele, die zeigen, wie kommunale Gestaltung bereits heute gelingt und den Alltag vor Ort konkret verbessert.Ein inhaltlicher Höhepunkt war das Panel „Lebenswert vor Ort – Wie wir Demokratie und Daseinsvorsorge stärken“. Es diskutierten Katrin Göring-Eckardt, Beauftragte für Ostdeutschland, Tilman Fuchs, Oberbürgermeister von Münster, sowie Bianca Broda vom Bündnis #unteilbar Spremberg. Im Zentrum stand die Frage, welche Bedeutung funktionierende kommunale Strukturen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Stabilität haben. Deutlich wurde, dass verlässliche Daseinsvorsorge und gute Rahmenbedingungen für Engagement entscheidend sind, um demokratische Teilhabe zu stärken und dem Rückzug ins Private entgegenzuwirken. Denn „Demokratie wird dort erlebt, wo man lebt“, wie Katrin Göring-Eckardt es auf den Punkt brachte.Gemeinsam mit den Teilnehmenden haben wir die Botschaft gesendet: Kommunen, Länder und Bund müssen zusammenhalten. Denn der Wille zur Gestaltung ist vor Ort groß. Dafür braucht es aber einen verlässlichen Rahmen. Besonders inmitten einer kommunalen Finanzkrise braucht es klare Entlastungsmaßnahmen und ein Notfallpaket für die Kommunen. Die Belastungsgrenze ist vielerorts überschritten. Nur wenn die Städte und Gemeinden endlich gestärkt werden, können sie den Zusammenhalt sichern. Ob Schwimmbäder, Kitas oder die Finanzierung der neuen Buslinie – ohne eine solide finanzielle Basis bröckelt die Infrastruktur, auf die sich die Bürger*innen verlassen. VeranstalterFB 2-Koordinationsbüro (Ökologie)Platz der Republik 1, 11011 BerlinTEL 030/227 59406fachbereich2@gruene-bundestag.de
LOCATION:Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus (Foyer) - Eingang West, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin
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