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SUMMARY:Organisierte Finanzkriminalität effektiv bekämpfen
DESCRIPTION:Cum/Ex-Aufklärerin Anne Brorhilker im GesprächFinanzkriminalität entzieht unserer Gesellschaft jedes Jahr Milliarden, verschärft soziale Ungleichheit und untergräbt das Vertrauen in den Rechtsstaat. Trotzdem wird Finanzkriminalität noch immer als zu komplex dargestellt, um entschlossen bekämpft zu werden. Ein Narrativ, das Täter*innen schützt und staatliches Wegsehen legitimiert. Bei der Veranstaltung wurde deutlich: Geldwäsche und organisierte Steuerhinterziehung sind kein abstraktes Finanzproblem, sondern eine konkrete Bedrohung für Demokratie und Gemeinwohl. Es gibt politische und juristische Instrumente, dem klar entgegenzutreten.Im Zentrum des Abends stand die Juristin und frühere Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker, jetzt Vorständin der Bürgerbewegung Finanzwende. In ihrer Lesung verband sie präzise Analyse mit großartigem Humor und machte so die Absurditäten des Cum-Ex-Skandals greifbar. Mit eindrucksvollen Beispielen schilderte sie, wie Millionenbeträge ohne jede Prüfung ausgezahlt wurden und wie sie sich in ihrer Arbeit als Staatsanwältin im Rahmen der Cum/Ex Ermittlungen dennoch gegen Verteidiger*innen der Täter*innen durchsetzte. Brorhilker zeigte dabei nachdrücklich, was beharrliche Strafverfolgung leisten kann, wenn juristische Expertise, Klarheit und Mut zusammenkommen. Einen weiteren wichtigen Blickwinkel brachte der Regisseur Dustin Loose ein. Er erläuterte, warum fiktionale Serien wie seine Produktion „Die Affäre Cum-Ex“ für eine demokratische Öffentlichkeit so relevant sind: Sie machen komplexe Macht- und Geldstrukturen verständlich, zeigen die moralischen Abgründe der Täter*innen und ermöglichen vielen Menschen so einen Zugang zu den realen Folgen von Wirtschaftskriminalität. Gerade diese Verbindung von Aufklärung und Erzählung sei wichtig, um gesellschaftliche Debatten anzustoßen und politisches Handeln einzufordern.In der Diskussion wurde deutlich, dass Finanzkriminalität nicht nur ein rechtsstaatliches Problem ist, sondern auch politische und gesellschaftliche Folgen hat. Denn wenn Milliarden durch Geldwäsche und Steuerbetrug verschwinden, fehlen sie an anderer Stelle, an der sie dringend gebraucht werden: bei Investitionen in die Bahn oder bei einem kostenlosen Mittagessen an Schulen. Finanzkriminalität untergräbt so ganz konkret den sozialen Zusammenhalt. Genau hier setzen wir an: mit mehr Transparenz, klaren Zuständigkeiten und einem Staat, der Finanzkriminalität konsequent aufklärt, statt wegzuschauen stärken wir unsere Gesellschaft.Veranstalter:FB 1-Koordinationsbüro (Wirtschaft und Soziales)Platz der Republik 1, 11011 BerlinTEL 030/227 52220fachbereich1@gruene-bundestag.de
LOCATION:Deutscher Bundestag, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus , Veranstaltungsfoyer 1.101, Adele-Schreiber-Krieger-Str. 1, 10117 Berlin
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