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SUMMARY:Umweltkonferenz: Heute für morgen!
DESCRIPTION:Gestern für heute - heute für morgenÜber 300 Gäste konnte unsere umweltpolitische Sprecherin Linda Heitmann, stellvertretend für die gesamte grüne Bundestagsfraktion, auf unserer Umweltkonferenz begrüßen. Viele ehrenamtliche UmweltschützerInnen, ExpertInnen aus Fachverbänden, WissenschaftlerInnen sowie KollegInnen aus anderen Fraktionen wollten ins Gespräch kommen – im Podium, in Workshops wie auch am Rande der Veranstaltung. Darunter auch Michael Succow, Urgestein im Naturschutz und Träger des Alternativen Nobelpreises. Uns alle besorgt die kritische Situation der natürlichen Lebensräume und unserer Umweltgüter bei gleichzeitig nachlassender Aufmerksamkeit und Wertschätzung.Bereits zu Anfang stellte Umweltministerin Steffi Lemke in einem Impulsvortrag klar, dass ein Schutz längst nicht mehr reicht; wir müssen einen weiteren Schwerpunkt auf die Wiederherstellung legen. Dafür brauchen wir politische Rahmen wie auch eine breite Zivilgesellschaft, die sich unüberhörbar zu Wort meldet, wie auch vor Ort mit anpackt.Eine starke Orientierung für eine kluge zukunftsfähige Politik kann die Wissenschaft sein. Die vielfältige Forschungslandschaft im Bereich Umwelt und Natur liefert fundierte Grundlagen, wie der Impulsvortrag von Frau Prof. Böhning-Gaese, Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums, wie auch viele Inputs in den Workshop bewiesen. Die Wissenschaftlerin erläuterte das Anthropozän als Zeitalter der großen Beschleunigung, seit Jahrzehnten auch des beschleunigten Artenrückgangs. Aber diese Entwicklung kann durchaus gedreht werden – zu einem „guten Anthropozän“.In der Podiumsrunde erklärten VertreterInnen von namhaften Umweltorganisationen, dass das Mobilisierungspotenzial in der Gesellschaft durchaus hoch ist. Enttäuschungen und Rückschritte im Umwelt- und Naturschutz sollten Ansporn für mehr Aktivitäten sein. Wir müssen gemeinsam wieder in die Offensive kommen.Deutlich wurde in der gesamten Veranstaltung, dass eine starke Demokratie Voraussetzung für guten Umwelt- und Naturschutz ist, denn nur in einem demokratischen Rahmen sind Transparenz, bürgerschaftliche Transparenz und Partizipation möglich. Herausgearbeitet wurde auch, dass es durchaus beachtliche Meilensteine für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen gibt. Diese Erfolge sollten stärker ins öffentliche Licht gestellt werden. Und davon gibt es einige: neben internationalen Vereinbarungen zum Natur- und Meeresschutz zählen dazu auch eine Reihe nationaler Schritte, beispielsweise das erste deutsche Klimaanpassungsgesetz und die Nationale Wasserstrategie, die erstmalig sämtliche Wassernutzungen, Dargebote und Zuständige gleichermaßen betrachtet. Wegweisend ist das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz, das Kommunen, Land- und Forstwirtschaft sowie Naturschutzorganisationen einbindet und bereits erste Projekte vor Ort auf den Weg gebracht hat.Einen besonderen Raum erhielt auf der Konferenz die Diskussion um die grüne Infrastruktur, also Wälder, Moore, Hecken und viele andere Biotope, die wiederhergestellt, geschützt und besser vernetzt werden müssen. Dafür brauchen wir nicht nur Initiativen, verfügbare Flächen und Finanzierung, sondern auch einen praxisnahen Rahmen für Planungen. Diskutiert wurden in diesem Zusammenhang beispielsweise das Vorkaufsrecht und Planungsbeschleunigung.Noch lange nach den Workshops und dem abschließenden Panel diskutierten TeilnehmerInnen Fachfragen, tauschten Informationen und Erreichbarkeiten aus und verabredeten nächste Termine. Eine Konferenz heute für morgen. VeranstalterBündnis 90/Die Grünen BundestagsfraktionFB 2-Koordinationsbüro (Ökologie)Platz der Republik 1, 11011 BerlinTEL 030/227 59406E-Mail
LOCATION:Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus (Foyer) - Eingang West, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin
URL:https://www.gruene-bundestag.de/veranstaltungen/veranstaltung/umweltkonferenz-heute-fuer-morgen/
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