Verbraucherschutz im AlltagIhr gutes Recht

Sie haben die Wahl! Kaum ein Produkt oder Angebot, das es nicht gibt. Das macht den Verbraucheralltag oft vielfältiger und einfacher. Gleichzeitig fühlen sich Verbraucherinnen und Verbraucher häufig blind angesichts der komplizierten Angebotswelt oder machtlos gegenüber Anbietern, die ihnen ihre Geschäftsbedingungen diktieren. Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten wollen zu einer faireren, ökologischeren Wirtschaftsweise beitragen, können aber die wirklich nachhaltigen Produkte nicht erkennen.

Wir Grüne im Bundestag meinen: Die Verbraucherrechte müssen Schritt halten mit den Veränderungen des Marktes. Wenn Produkte globaler und Lieferketten undurchsichtiger werden, muss der Grundsatz „Wissen, was drin ist“ auch für Lieferkette und Produktionsbedingungen gelten. Wenn der Verbraucheralltag immer mehr online stattfindet, muss Verbraucherschutz, der analog gilt, auch digital gelten und umgesetzt werden. Verbraucherpolitik betrifft alle Alltagsbereiche - vom Lebensmitteleinkauf bis zur Altersvorsorge, offline und online.

In unserem Fraktionsbeschluss Verbraucherschutz im Alltag zeigen wir auf, wie wir das umsetzen wollen. Für die Bereiche Ernährung, Finanzen, Digitales, Gesundheit, nachhaltige Produkte, Wohnen und Energie beschreiben wir jeweils drei wichtige Initiativen für mehr Verbraucherschutz.

Was Verbraucherpolitik für uns bedeutet

  • Wirksamer Verbraucherschutz:
    Gefährliche Produkte, Gift im Essen und unfaire Geschäftspraktiken gehören verboten.

  • Wissen, was drin ist:
    Inhalt, Herkunft und Herstellungsbedingungen von Lebensmitteln, Kleidung und anderen Alltagsgegenstände müssen erkennbar sein.

  • Gleicher Verbraucherschutz analog und digital:
    Wahlfreiheit und das Recht auf Transparenz müssen auch online gelten. Dazu gehört, dass VerbraucherInnen über die Nutzung ihrer Daten bestimmen können.

  • Nachhaltigen Einkauf erleichtern:
    Gesetzliche Regelungen sollen die Unternehmen verpflichten, für die Einhaltung von Menschenrechten oder internationalen Umweltstandards in ihrer gesamten Lieferkette zu sorgen. Nachhaltige Produkte müssen leicht erkennbar sein.

  • VerbraucherInnen stark machen:
    Nur wo fairer Wettbewerb herrscht, haben sie die Wahl. Nötig sind wirksame Verbraucherrechte, die sich auch gegenüber mächtigen Konzernen durchsetzen lassen, und es braucht starke Verbraucherorganisationen.

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