VerbraucherkonferenzKonferenzbericht (Beispiel)

  • Gesamttext: 2.500 bis 4.000 Zeichen
  • Inhaltlich orientiert an den W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Ein guter Test ist eine Zusammenfassung der Veranstaltung, keine Auflistung aller Referenten mit ihren Thesen. Zur Auflockerung kann man Zitate von den wichtigsten AkteurInnen einstreuen. Wichtig: Immer ein Fazit schreiben! Was nimmt die grüne Bundestagsfraktion davon mit in die weitere Arbeit? Gibt es konkrete Folgeaufträge? etc.
  • Stil: in erlebter Rede formulieren, in Bildern erzählen, KEINE indirekte Rede, KEIN Konjunktiv, Framen nicht vergessen!
  • Medien: Video auf Anfrage; Bildergalerie, wenn gute Fotos vorliegen. Gute Motive lassen sich bei besonderen Aktionen o.ä. schießen. Eine Bildergalerie mit ReferentInnen und Menschen, die an Tischen sitzen, ist nicht aussagekräftig. Das Einstellen von Vorträgen oder PPP urheberrechtlich nicht möglich. Falls vorhanden bitte Drucksachennummern auf grüne Initiativen und/oder Links mitliefern.

Und so geht's (Beispieltext)

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher wollen nachhaltig konsumieren. Doch was heißt das genau? Um mehr über die Bedürfnisse und Anforderungen an einen nachhaltigen Konsum zu erfahren, lud die grüne Bundestagsfraktion zur Verbraucherkonferenz nach Berlin ein.

"Immer mehr wollen die nachhaltigen Produkte auch erkennen können", sagte Renate Künast. Mit ihren Thesen "Anders produzieren, anders konsumieren, besser leben" skizzierte die ehemalige Verbraucherschutzministerin die Akzente, wie die Konsumwelt grüner und fairer wird.

Fakt ist, angesichts der globalen Entwicklungen ist ein Wandel unserer Konsumgewohnheiten ohne Alternative. Und wie erreicht man diesen Wandel? Durch viele kleine Schritte. Das mag jetzt lapidar klingen. Doch je mehr Menschen erkennen können, was da im Einkaufskorb landet, umso bewusster fällt die Entscheidung beim Kauf aus. Das bestätigten auch auf dieser Konferenz erneut die Diskussionen mit den TeilnehmerInnen. Denn bereits seit Jahren steht der nachhaltige Konsumstil auf der Agenda der grünen VerbraucherpolitikerInnen. Daraus entstand die Idee eines Nachhaltigkeitssiegels, damit alternative Produkte auch erkennbar werden.

Auf der Konferenz stellte nun Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, ihren Vorschlag eines Nachhaltigkeitssiegels zur Diskussion. Das neue Verbrauchersiegel soll Licht in den Dschungel der ökologischen und sozialen Kriterien bringen. Zwölf Aspekte sollen für alle Produkte gelten:

  • Ökologie: emissionsarm, energieeffizient, erneuerbar, ressourcenschonend
  • Verbraucherfreundlichkeit: klare Verbraucherinformationen, hoher Nutzwert, faire Geschäftspraktiken, langlebig
  • Soziale Gerechtigkeit: Einhaltung der Menschenrechte, Arbeitsbedingung, fairer Handel, Dialog mit der Zivilgesellschaft

Fazit

Politik mit dem Einkaufskorb: Das ist ein zentrales Leitbild grüner Verbraucherpolitik. Viele Menschen wollen ihren Teil dazu beitragen. Unsere Aufgabe ist es Verbraucherinnen und Verbraucher so zu stärken, dass sie die Konsumwelt von Morgen mit ihren Entscheidungen tatsächlich auch grüner und fairer machen können. 

Konkret heißt das für uns jetzt: das Nachhaltigkeitssiegel politisch auf den Weg bringen. Dafür müssen wir das bestehende Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ändern, die Verbraucherinformationen stärken sowie die Konsumforschung voranbringen. Alle drei Vorhaben werden wir in dieser Legislaturperiode in die politischen Entscheidungsprozesse des Bundestages einspeisen.

 

(Ggf. kann auf Folgeseiten auf einzelne Aspekte aus der Veranstaltung eingegangen werden, zum Beispiel: eine Zusammenfassung der Workshops (keine Protokolle!). Nichts liest sich langweiliger als eine Aufzählung aller Referenten nebst ihrer zentralen Thesen. Darüber hinaus produziert das unnötige Arbeitsaufwände bei den Fachbüros und -referenten, die die Texte schreiben, über die KoordinatorInnen, die die Texte abnehmen bis hin zur Onlineredaktion, die sie sprachlich überarbeitet. Das ist nicht ressourceneffizient - also gar nicht unser Ding ;-).

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