DispokrediteSchluss mit der Abzocke

Personen am Geldautomat

Bei einem historisch niedrigen Leitzins von derzeit 0,25 Prozent in der Europäischen Union ist es ein Unding, dass Banken weiterhin Dispozinsen von bis zu 14 Prozent verlangen.

Um diese Abzocke zu beenden, hat die grüne Bundestagsfraktion erneut einen Antrag im Bundestag eingereicht. Darin fordern wir eine gesetzliche Deckelung der Dispozinsen. Das war auch eines der zentralen Versprechen der SPD im Bundestagswahlkampf. Jetzt will sie davon nichts mehr wissen. Stattdessen soll es nur einen Warnhinweis geben, wenn Bankkunden den Dispokredit in Anspruch nehmen. Doch mit dieser Information für Verbraucherinnen und Verbraucher wird das eigentliche Problem der viel zu hohen Zinssätze nicht angegangen.

Auch den Verbraucherschutzministern der Länder ist die Einführung des Warnhinweises zu wenig: Sie forderten die Bundesregierung auf, eine gesetzliche Deckelung festzulegen, sollten sich die Zinssätze für Dispokredite im nächsten halben Jahr nicht verringern.

Unsere zentralen Forderungen

  • Eine gesetzliche Begrenzung der Dispo- und Überziehungszinsen,
  • verpflichtende Informationen der Banken über andere, günstigere Kreditprodukte, wenn VerbraucherInnen dauerhaft ihren Dispokredit in Anspruch nehmen,
  • verpflichtende Informationen über die Höhe der Dispo- und Überziehungszinsen auf Kontoauszügen, im Internet und in den Bankfilialen.

Mehr zum Thema Verbraucherschutz

1 Kommentar
Dispo-Preisobergrenze
Marco meppen 13.09.2014

Ich würde gerne wissen, wo Sie noch Preis Obergrenzen planen. Im Dispo bin ich selten, aber sowohl das Bier auf dem Oktoberfest als auch die Parkgebühren in München und erst recht die Mieten in Schwabing finde ich zu hoch. Haben Sie sich schon einmal mit den ökonomischen Auswirkungen von Preisobergrenzen beschäftigt? In der DDR waren diese gut zu erkennen.

Dieser Artikel ist älter als zwei Monate, deshalb werden keine Kommentare mehr angenommen.

4392571