WeltwirtschaftsforumKlimawandel in der Wirtschaft angekommen

Logo des Weltwirtschaftsgipfels in Davos, fotografiert durch eine Fensterscheibe, im Hintergrund die schweizerischen Berge (2018)
Die diesjährige Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos steht im Zeichen großer Herausforderungen. Schwerpunktthemen sind Umweltprobleme wie Wetterextreme und Artensterben, politische Krisen und die Schere zwischen Arm und Reich.

Die diesjährige Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos steht im Zeichen großer Herausforderungen. Schwerpunktthemen sind Umweltprobleme wie Wetterextreme und Artensterben, politische Krisen und die Schere zwischen Arm und Reich.

Oxfam warnt vor sozialer Ungleichheit

Oxfam hat einen Bericht vorgelegt, der aufzeigt, welch negative Effekte die zunehmende soziale Spaltung auf das Gemeinwohl in Industrie- als auch Entwicklungsländern hat. Vor allem Steuervermeidung und Lohnungleichheit müssen effektiver bekämpft werden. Dazu braucht es gesetzliche Regelungen, damit Unternehmen Umwelt- und Sozialstandards einhalten und faire Löhne bezahlen – entlang der gesamten Lieferkette.

Expertenumfrage sieht Klimarisiken vorne

Das Weltwirtschaftsforum hatte im Vorfeld rund 1.000 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu den größten Bedrohungen für die Weltwirtschaft befragt: Umweltkatastrophen stehen danach an vorderster Stelle. Die Risiken des Klimawandels sind in der Wirtschaft angekommen und Unternehmen beginnen sich ernsthaft mit den Folgen und der Bekämpfung des Klimawandels auseinanderzusetzen.

Politik muss Weichen auf die Klimaziele ausrichten

Selbst der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat am 18. Januar eine Studie „Klimapfade für Deutschland“ veröffentlicht. Die gute Nachricht: 95 Prozent der Treibhausgase können vermieden werden – ohne negative Folgen für die Volkswirtschaft. Die dafür nötigen Technologien, die Möglichkeiten und das Wissen sind bereits jetzt vorhanden. Die Politik muss jetzt die Weichen zur Erfüllung der Klimaziele richtig stellen. Denn ein erfolgreicher Klimaschutz in Deutschland kann auch international viele Nachahmer finden.

Wettbewerbsfähigkeit durch Nachhaltigkeit sichern

Unternehmen in Deutschland können durch Nachhaltigkeit wettbewerbsfähiger werden und damit ihre Zukunft sichern. Schon heute ist die ökologische Transformation ein Jobmotor: Industriebetriebe schaffen mit grünen Technologien und Dienstleistungen viele neue Jobs, während in schmutzigen, kohlenstoffintensiven Unternehmen und Branchen Arbeitsplätze abgebaut werden.

Welche Rahmenbedingungen sind nötig, damit die ökologische Transformation in den verschiedenen Wirtschaftszweigen greift? Wie lässt sich das sozial ausgestalten? Dazu hat die grüne Bundestagsfraktion klare Vorschläge erarbeitet.

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