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JahreswirtschaftsberichtMit Klimaschutz und Ökologie den Jobmotor in Gang setzen

Grüne Hocker werden am 02.08.2017 in Berlin beim Start-up BigRep in einem 3D-Drucker hergestellt. Das Start-up ist Markt- und Technologieführer für großformatigen, seriellen 3-D-Druck. Auf einer Startup-Tour informieren sich die Politikerinnen über nachhal
Grüne Hocker werden in Berlin beim Start-up BigRep in einem 3D-Drucker hergestellt. Das Start-up, eine nachhaltige Firmengründung, ist Markt- und Technologieführer für großformatigen, seriellen 3-D-Druck.

Bei konjunkturellem Niedrigwasser kommen jetzt die Versäumnisse der schwarz-roten Koalition deutlich zum Vorschein. Bei der Digitalisierung hinkt Deutschland weiterhin hinterher. Fachkräfteengpässe werden in immer mehr Branchen spürbar. Für junge Unternehmerinnen und Startups ist der Standort nicht attraktiv genug, die Gründungszahlen sinken. Der Investitionsstau bei Straßen und Schulen ist weiterhin im dreistelligen Milliardenbereich. Bundeswirtschaftsminister, Peter Altmaier, bezeichnet die Stärkung von Investitionen zwar als Grundlage für die zukünftige Entwicklung - aber die Investitionsquote sinkt. Private Investitionen werden auf die lange Bank geschoben, weil der Industrie Planungssicherheit fehlt. Die Energiewende steckt fest und der Wandel zu einer CO2-neutralen Wirtschaftsweise verläuft im Zeitlupentempo, Innovations- und Effizienzpotentiale bleiben so ungenutzt. Der versprochene "Aufbruch für Europa" hat nicht stattgefunden, das ist besonders gravierend.

Mit Klimaschutz und Ökologie den Jobmotor voranbringen

Deutschland war noch vor wenigen Jahren Spitzenreiter bei den erneuerbaren Energien. Jetzt ist der Einstieg in den Kohleausstieg eingeläutet worden - Spitzenreiter bei den Erneuerbaren sind inzwischen aber andere. Hier wieder in die Spitzenposition zu kommen erfordert, Klimaschutz und Ökologie als Wachstums- und Jobmotor voranzubringen. Das Weltmarktvolumen von Klimatechnologien wird bis 2030 auf 1-2 Billionen Euro pro Jahr wachsen. In Deutschland sind schon jetzt 1,5 Millionen Menschen in Umwelttechnik und Ressourceneffizienz beschäftigt. Das zeigt welche Potentiale für zukunftsfähige Arbeitsplätze hier schlummern. Wir wollen Nachhaltigkeit zum Standortvorteil machen. Mit einer konsequenten CO2-Bepreisung und gezielten Förderprogrammen schaffen wir für Unternehmen Rechts- und Investitionssicherheit in den Wandel zu investieren und die Effizienzpotentiale von Digitalisierung und Energiewende zu erschließen.

Industriepolitik muss sich mit dem ökologischen Wandel befassen

Der Bundeswirtschaftsminister redet zwar auch von Industriepolitik, seine Ideen reichen aber nur bis zu Batteriezellfertigung und Künstlicher Intelligenz. Industriepolitik muss sich auch mit dem ökologischen Wandel der alten Industrien befassen und Anreize sowie Leitplanken schaffen. In kleinen und mittleren Unternehmen wollen wir mit einer steuerlichen Forschungsförderung mehr Innovationen anregen. Für mehr Kreativität und Gründergeist wollen wir ein unbürokratisches Gründungskapital einführen. Um Fachkräfteengpässen zu begegnen und Beschäftigte im Wandel zu begleiten, schaffen wir Chancen durch eine verbesserte Arbeits- und Weiterbildungsvermittlung und -förderung und durch ein Einwanderungsgesetz, das diesen Namen verdient.

Grüner Jahreswohlstandsbericht zeigt Wohlstand ist mehr als Wachstum

Vor allem darf Industriepolitik nicht auf reines Wirtschaftswachstum fokussiert werden, sondern muss auf mehr echten Wohlstand und eine höhere Lebensqualität mit all ihren ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Facetten abzielen. Um das alles zu berücksichtigen, veröffentlichen wir 2019 zum dritten Mal einen Jahreswohlstandsbericht. Dieser liefert ein breiteres und realistischeres Bild davon, wie es um den Wohlstand hierzulande steht. Denn Wohlstand ist mehr als Wirtschaftswachstum.

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