StahlindustrieStahl stärken

Die ökologische Modernisierung braucht Stahl. Wir haben ein Interesse daran, eine europäische Stahlindustrie mit strengen Emissionsrichtwerten zu stärken. Stahl aus China, der auf Raubbau an der Natur basiert, kann nicht die Antwort sein.

Die Fusionspläne für die Stahlsparte von Thyssen-Krupp und der europäischen Stahlaktivitäten von Tata Steel verdeutlichen den Konsolidierungsbedarf in der Stahlindustrie weltweit. Wir haben mit dem Antrag „Stahlindustrie stärken“ Vorschläge vorgelegt, wie der Weg in eine Stahlindustrie mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen aussehen kann.

Klimafreundliche, innovative und wettbewerbsfähige Stahlproduzenten sind unverzichtbar für die ökologische Modernisierung der gesamten Industrie, denn ökologische Modernisierung heißt Windkraftanlagen, Gebäudesanierung, nachhaltige Mobilität und Verkehrsinfrastruktur. All das braucht intelligente Stahlprodukte. So steckt in einer Windturbine so viel Stahl wie in 500 Autos.

Nachhaltige Technologien fördern

Europas Stahlindustrie muss Technologieführer in Sachen Emissionsminderung, Energie- und Materialeinsparung, Recycling und Sektor übergreifende Kooperationen werden. Investitionen in Forschung und Entwicklung sollten deshalb sowohl aus den nationalen Budgets als auch vom Europäischen Investitionsfonds (EFSI) gefördert und an die genannten Ziele gekoppelt werden.

Emissionshandel weiterentwickeln

Ambitionierter Klimaschutzpolitik ist Teil der Lösung für die Probleme der europäischen Stahlindustrie. Dafür wollen wir den Emissionshandel zu einem „schlanken“ und wirksamen marktwirtschaftlichen Instrument weiterentwickeln.

Fairen Wettbewerb sichern

Faire Wettbewerbsbedingungen auf dem globalen Stahlmarkt müssen so schnell wie möglich hergestellt werden. Sowohl Preis- als auch Ökodumping muss unterbunden werden. Dies fordern Grüne bei der Reform der handelspolitischen Schutzinstrumente auf EU-Ebene ein.

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