Grüne Tulpe - Tas. Bühne und Sport

Es war ein Wetter, bei dem man normalerweise keinen Hund vor die Tür jagen würde. Das ist aber die Magie des Fussballs. Das sich 22 Personen finden, die auch bei schlimmsten äußeren Bedingungen gegen den Ball treten wollen.

Obwohl, bei Tasmania Bühne und Sport waren nur 10 Männer ins Poststadion gekommen. Doch zum Glück hatte die Tulpe noch zwei Spieler übrig und Ole erklärte sich netterweise bereit, das Tasmania-Team zu komplettieren.

11 gegen 11 war also gesichert und eigenlich hätte es nun losgehen können. Doch dann wollte der Schiri zur Überraschung aller Beteilligten nicht anpfeifen. Die Platzverhältnisse seien zu gefährlich, Teile des Kunstrasens vereist und hart gefroren. Zu hohe Verletzungsgefahr, so der Unparteiische. Beide Mannschaften reagierten sofort und erklärten dem Mann in Schwarz, dass man es auf eigenes Risiko riskieren würde. Es war kalt und höchste Zeit sich zu bewegen.

Endlich konnte also der Anpfiff erfolgen. Die Bewegungsspiele der beiden Vereine konzentrierten sich in der Anfangsphase noch im Mittelfeld, mit leichtem Übergewicht für die Tulpe. Ihre Angriffe wurden schön über beide Seiten vorgetragen, doch am gegnerischen Strafraum war zunächst noch Endstation. Die Grüne Tulpe spielte noch zu hektisch. Wahrscheinlich, weil man die Führung zu sehr erzwingen wollte.

Eine der vielen erkämpften Ecken hätte dann doch beinahe in der 18. Minute das 1:0 für die Tulpe gebracht. Markus Kurdziel, der normalerweise bei Ecken eher im Strafraum lauert, wollte auch mal wieder eine Ecke selbst schießen. Und er zirkelte diese so wunderschön rein, dass sie fast direkt ins Tor flog. Nur das Lattenkreuz hatte was dagegen. Es wäre seine erste direkt verwandelte Ecke gewesen. Schade!

Nur drei Minuten später wieder eine grüne Ecke. Im Getümmel stieg auch der rechte Midfielder Dietrich Brockhagen hoch. Er spielte das Leder aber nicht mit dem Kopf, sondern eher unorthodox mit seinem Oberschenkel. So eine Art Scherenschlag mit den Oberschenkeln. Von dort segelte das Runde über alle Köpfe hinweg und landete im Eckigen. Ein sensationelles Tor, ob gewollt oder nicht, einfach wunderschön.

Kurz danach schon wieder eine Ecke. Diesmal hereingegeben von Tim Mahler, der bereits im letzten Spiel eine solche direkt verwandelt hatte. Sie flog wieder sehr scharf mit Effet Richtung kurzen Pfosten herein. Diesmal sprang Kristoffer Born im entscheidenen Moment hoch und erwischte das Bällchen leicht mit dem Haupt. Schon wieder flog es an Freund und Feind vorbei ins Bühnensportlernetz.

2:0 und spätestens jetzt spielte nur noch eine Mannschaft. Die Grüne Tulpe schnürte den Gegner in die eigene Hälfte ein und fuhr einen Angriff nach den anderen. Die Tasmanen versuchten daraufhin öfter auf Abseits zu spielen. In der 31. Minute mit der Folge, dass Tim Mahler alleine vor dem gegenerischen Torhüter stand und cool zum 3:0 einschießen konnte. Weitere anschließende grüne Tore konnte der sehr gut beschäftigte Tasmanen-Schlußmann durch gute Paraden gerade noch vereiteln, so dass es mit dem 3:0 zum Pausentee ging.

Greenkeeper Jochen Schieborn dagegen war in der ersten Hälfte total unterbeschäftigt und hätte bei der Kälte sicher gerne ein bißchen mehr Unterhaltung gehabt. Doch es gab noch Hoffnung für ihn. Die zweite Hälfte.

Die Grüne Tulpe stellte taktisch um. Aus zwei Sechsern wurde einer, dafür stürmte man jetzt zu dritt. Doch der Plan, das Spiel damit noch schneller zu machen, ging erstmal nicht auf. Da die Mittelfeldaußen auf ihren Positionen verharrten und die 4er Abwehrkette zu starr defensiv blieb, hatte der alleinige Tulpe-6er Andre Bornstein alle Hände voll zu tun, das Bällchen an die Stationen zuverteilen.

Der Gegner konnte sich daher erstmal ein wenig von der grünen Übermacht befreien. Allerdings nur bis zur 60. Minute, als sich Ian Darcy unnachahmlich über rechts durchtankte und dann kurz vor der Außenlinie nach innen flankte. Da lauerte Kristoffer Born, der dann das Bällchen mit der Fußspitze am Torwart vorbeispitzelte und entspannt zum 4:0 einnetzen konnte.

In der 67. dann ein Weitschuss von Markus Kurdziel. Der Tasmanen-Torhüter wollte das Leder in Ruhe fangen, doch es rutschte ihm unglücklich durch die Hände. Wieder war Born zur Stelle und vollendete zum 5:0.

Jetzt gab es bei der Tulpe kein Halten mehr. Das grüne Team stürmte weiter erbarmungslos und die Abwehr von Tasmania Bühne war nur noch ein Hühnerhaufen. Eine der vielen Ecken nutzte der eingewechselte Sebastian Wienges dann in der 75. Minute zum 6:0. Im Strafraum- Kuddelmuddell behielt der grüne Teamchef als Einziger die Übersicht und schob aus 2 Metern gekonnt mit leuchtenden Schuhwerk ein.

Nachdem das halbe Dutzend also voll war, tauchte dann jede Tulpe nun mal vor dem gegnerischen Strafraum auf -mit der Konsequenz, dass aus der Viererkette eine Einerkette wurde. Zur Freude des frierenden grünen Schlußmanns Jochen Schieborn, der am späten Abend  doch noch was zu tun bekommen sollte. Zwei schnelle Konter von Tas. Bühne und Sport führten so beinah noch zum Ehrentreffer. Doch es sollte an diesem Abend nicht sein. Einmal streifte der Ball nur Milimeter am linken grünen Pfosten vorbei. Danach fischte Schieborn durch eine sensationelle Flugparade einen Sonntagsschuß noch aus dem Eck.

Den Schlußpunkt setzten dafür nochmal die Grünen Tulpen. Fünf Minuten vor Schluss wurde Innenverteidiger Markus Meyer offiziell in den Sturm beordert. Der konnte es erst gar nicht glauben, stellte sich aber in den Dienst der Mannschaft. Keine zwei Minuten später sprintete er über links durch und schob gezielt am gegnerischen Torhüter vorbei zum 7:0 Endstand ein.

Fazit: Der Kantersieg reiht sich ein in eine tolle grüne Serie von 5 Siegen und einem Remis in den letzten 6 Spielen. Dabei schoss die grüne Mannschaft unglaubliche 28 Tore. Das besondere an dem heutigen Sieg gegen Tas. Bühne und Sport war, dass mit Dietrich Brockhagen und Markus Meyer auch zwei Tulpen trafen, die zusammen für ihr Team erst insgesamt sechsmal erfolgreich waren. Markus Meyer konnte seine Torquote dabei sogar gleich um 100 Prozent verbessern.