2:1-Sieg gegen SV Falkensee

Von Tulpen und Falken

Nach zuletzt zwei Unentschieden gegen die Kicker vom SV Falkensee wollte die Grüne Tulpe endlich wieder einen Heimsieg einfahren. Die taktisch sehr gut aufgestellte "Spätlese" aus Falkensee machte es der Tulpe auch an diesem Montagabend alles andere als einfach. 

Während die Grüne Tulpe gerade so 11 Mann zusammenkratzte, war der Gegner von auswärts mit 13 Mann angereist. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und nassem Geläuf war kein schönes Spiel zu erwarten. Und es wurde in der Tat auch kein schönes Spiel, was allerdings nicht nur den äußerlichen Bedingungen geschuldet ist. Doch fangen wir mal mit dem Anpfiff an.

Die Grüne Tulpe begann zum erstem Mal in dieser Saison mit der offensiven 3 -4- 3 Variante. Die drei Stürmer Kurdziel, Born und Sarma sollten schon früh den Gegner im Aufbauspiel stören. Das gelang allerdings nur bedingt und im grünen Mittelfeld führte der 3er Sturm doch zu einigen Lücken im grünen Defensivspiel. Nichts desto trotz hatte die Tulpe das Spiel im Griff und gleich zu Beginn erste Torchancen. In der 7. Minute ging Borns Fernschuß nur knapp über das gegnerische Gebälk. Auch Dutschkes Torversuch einige Minuten später fand sein Ziel nicht. Die Mannschaft aus Falkensee spielte geduldig ihr Spiel und sich zunehmend mehr Spielanteile.

Die grüne Mannschaft zeigte erneut zu wenig Bewegung im Spiel ohne Ball und so taten sich große Lücken im Mittelfeld auf. Die Tulpe ließ sich zeitweise weit hinten reindrängen und die Sturmspitzen waren kaum anspielbar. Doch gerade in diesre Phase gelang ein schöner Konter über links. Asgar Ergin schaltete wie immer schnell und schickte seinen Captain auf die lange Reise. Born sprintete von linksaußen Richtung Tor und gab im letzten Moment quer auf seinen Präsidenten.Doch Markus Kurdziel rutschte schießend das Standbein weg und der gute Falkenseer Keeper parierte, allerdings nach vorn. Da lauerte auch noch der grüne Goalgetter Andre Bornstein auf seinen 20. Saisontreffer. Der hatte wenig Mühe das Leder zum 1:0 über die Linie zu schieben.        

Trotz der 1:0 Führung kam keine Sicherheit ins Spiel der Tulpe. Ein Warnschuß der Falkenseer in der 35. Minute konnte Tulpe-Keeper Jochen Hake gerade noch an die Querlatte lotsen.  Dies zeigte der grünen Mannschaft, dass unbedingt schnell ein 2. Tor nachgelegt werden musste. 

Doch erstmal war Halbzeit. Leider gab es keinen Pausentee, der bei den nassen, eisigen Temperaturen wohltuender gewesen wäre, als das kalte Wasser. Egal.

Die Mannschaft einigte sich darauf, die 2. Hälfte erst einmal ein bisschen defensiver zu spielen, um mehr Stabilität ins Mittelfeldspiel und im Spiel nach vorne zu bringen. Die Räume mussten enger gemacht und die Falkenseer stärker unter Druck gesetzt werden. Stürmer Manu wurde neben Andre und Alex ins Mittelfeld zurückbeordert. Aus 3-4-3 wurde 3-5-2. Damit waren nun drei zentrale Mittelfeldspieler anspielbar. Dies sollte sich als die richtige Taktik erweisen.

Mit dem Anpfiff zur 2. Halbzeit versuchte die Grüne Tulpe gleich das Spiel zu kontrollieren und dies gelang zunächst auch. Die Bälle wurden schneller verteilt und über die Außen konnten Asgar Ergin und Marek Dutschke ein ums andere Mal schnell nach vorne durchstoßen. Die grüne Mannschaft drückte den SV Falkensee in den ersten 15 Minuten in die eigene Hälfte und holte einen Eckstoß nach dem anderen raus.

Wir schreiben die 55. Minute. Wieder eine Ecke von rechts. Eine Sache für den grünen Kapitän mit seinem Linksfuß. Erinnern wir uns kurz an das letzte Spiel gegen Hertie School of Governance, als er mal wieder eine Ecke direkt verwandelte. Würde er es schon wieder versuchen? Ja, er schnibbelt datt Ding wieder an, aber diesmal flach auf den kurzen Pfosten und Verteidiger ruft zu Torwart- hab ich……..hat er nicht! Das Leder plätschert wieder in Falkennest. 2:0

Zwei Spiele mit zwei direkt verwandelten Ecken hat man auch bei der Grünen Tulpe noch nicht gesehen. Eckenzauberer Born freuts, auch weil er glaubt, dass jetzt der Bann gebrochen ist und das 3:0 nur noch eine Frage der Zeit ist. Und es sieht auch danach aus. Immer wieder stoßen die grünen Mannen nach vorne und es ergeben sich weitere Torchancen. Die starke grüne Abwehr um Libero Stefan Witt und den Verteidigern Tresfore Dambe und Dietrich war in dieser Zeit nur selten gefordert.

Doch plötzlich- wie aus heiterem Himmel- ein langer, gefährlicher Konter des Gegners. Der SV Falkensee kämpft sich über rechts Richtung grünen Strafraum. Das Leder rollt auf Grünen-Keeper Jochen Hake zu, der kann den Ball gerade noch erwischen, schießt allerdings den flinken gegnerischen Stürmer an und das Bällchen rollt in Zeitlupe ins Netz. Anschlusstreffer durch die SV Falkensee. Nur noch 2:1 .

Die Falkenseer wollen jetzt den Ausgleich und kämpfen mit allen Mitteln, leider auch unfairen. Ihr übermotivierte Libero glaubt wohl zu diesem Zeitpunkt, dass alles was nach Tulpe aussieht und jetzt in die Nähe seines Strafraum kommt, mit dem nassen Boden vertraut gemacht werden muss. Zack und schon wieder reißt er eine Tulpe um. Die gelbe Karte vom Schiri beeindruckt ihn gar nicht. In bester Kurzschluss-Manier a la Jörg Böhme sammelt er weiter Minuspunkte. Beim Schiri, bei der Grünen Tulpe und bei seiner eigenen Mannschaft. Kapitän Born wird dreimal in 5 Minuten gelegt. Als der dann schließlich noch Andre Bornstein umrennt, folgt die verdiente rote Karte auf den Fuß. 

Erst durch die rote Karte kommt wieder Ruhe ins Spiel. Der SV Falkensee ist nur noch zu zehnt, doch die Grüne Tulpe tut sich 20. Minuten vor Ende schwer, gegen die gut kämpfenden Falkenseer den Sack zuzumachen. Ein Angriff über links bringt fast, aber nur fast das 3:1. Born hatte sich schön über links durchgesetzt und auf Hohe des Fünfers den Ball schön auf den mitgelaufenden Manu gegeben, der trifft aber nur den Pfosten. Kurz darauf findet eine schöne Hereingabe von Dutschke den Fuß von Alex Bögle, der zieht ab, aber der Schuß geht am Tor vorbei. Auch ein Schuß von Ergin kann der gute Keeper halten.

Jetzt sind noch 10 Minuten zu spielen und die Grüne Tulpe rennt weiter an. Dadurch ergeben sich allerdings noch zwei gefährliche Kontermöglichkeiten für Falkensee. Ein Ballverlust auf Höhe des Mittelfeldes führt fast noch zum Ausgleich, aber Krake Hake hat diesmal besser aufgepasst und fängt den Ball ab. Die Grüne Tulpe reißt sich nach dem Schreck noch mal zusammen, denn den Sieg wollen sie unbedingt nach Hause fahren. Und es brennt auch nichts mehr an. Der Schiri hat genug von der hektischen Partie und pfeifft den K(r)ampf des Abends beim Stand von 2:1 ab

Fazit: Kein wirklich gutes Spiel. Aber die Grüne Tulpe kann auch dieses Spiel für sich entscheiden und an die gute Serie der letzten Wochen anknüpfen. Der Gegner war wie in den Spielen zuvor auch, taktisch sehr gut aufgestellt. Leider wurde durch einen ihrer Mannen die 2. Hälfte ruppiger. Die verdiente rote Karte für ihren Libero war der unrühmlicher Höhepunkt in einem hektischen Spiel, welches die Grüne Tulpe glanzlos aber verdient mit 2:1 gewonnen hat.