Grüne Tulpe - DIHK 8:3

Offenbar hatten einige nur die Ergebnisse der beiden letzten Spiele gegen den DIHK in Erinnerung behalten, nicht aber, wie schwer diese Siege erkämpft worden waren. Die Ermahnung des Teamchefs, den Gegner nicht zu unterschätzen, den kurzen sicheren Pass zu spielen, dem ballführenden Spieler Anspielstationen anzubieten: ins eine Ohr rein, durchs andere Ohr raus! Entsprechend zerfahren begann das Spiel. Unzählige Fehlpässe, kaum geordneter Spielaufbau und trotzdem Chancen, die mehr oder weniger kläglich vergeben wurden. Immer wieder schnelle Konter des DIHK, das Spiel stand auf Messers Schneide.

In der 35. Minute viel Glück für die Tulpen: Der gegnerische linke Stürmer läßt Teamchef Helm schlecht aussehen, kommt alleine vors Tor. Glanzparade von Torhüter Jochen Hake verhindert den Rückstand. Kurz vor dem Pausenpfiff dann doch noch das 1:0. Bezeichnenderweise durch unseren linken Verteidiger Stefan Witt, mit unfreiwilliger Mitarbeit des Gegners (halbes Eigentor)! In der Halbzeitpause die übliche Ansprache des Teamchefs mit dem bekannten Ergebnis, siehe oben!

Wenige Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit fällt fast folgerichtig der Ausgleich. Eine "Bogenlampe" wird unserem viel zu weit aufgerückten Torwart zum Verhängnis. Jetzt endlich zeigt die Tulpe, angetrieben vom unermüdlichen Libero Thomas Flügge den nötigen Kampfgeist. Nach einer Ecke von Asgar Ergin bringt die gegnerische Abwehr den Ball ncht weg, einen Abpraller versenkt Markus Meyer zum 2:1. Gratulation zum ersten Tor im Trikot der Grünen Tulpe!

Ab der 65. Minute geht es Schlag auf Schlag. Kristoffer Born mit dem Außenrist zum 3:1. Marek Dutschke durch einen abgefälschten Ball und mit dem Bein des Gegner das 4:1. Ein sehenswertes Kopfballeigentor zum 5:1 bringt die Vorentscheidung.

In der 71. Minute wird die Tulpenabwehr durch eine Traumkombination des DIHK düpiert. Kopfball, nur noch 5:2. Darauf folgt ein Angriff wie aus dem Bilderbuch. Born bedient mit einem Querpass den mitgelaufenen Asgar Ergin, der verwandelt aus 15 Metern mit Vollspann unhaltbar für den gegenerischen Torwart zum 6:2. Bemerkenswert, dass der DIHK, der an diesem Tag auch Spieler der IHK Berlin und des BDI in seinen Reihen hat, auch bei diesem Spielstand nicht aufgibt. Drei Minuten später folgt sogar noch das 7:2. Mittelfeldstratege Ratimir Britvec legt im Mittelfeld zurück auf Wolfgang Helm, der flankt präzise auf Born und der Captain der Tulpe verwandelt mit seinem schwachen Rechten aus der Drehung links unten ins Eck.

Fünf Minuten vor Schluß verhilft Martin Daus dann - beinahe schon traditionsgemäß - dem Gegner durch ein wunderschönes Zuspiel an unserem Strafraum zu einer Torchance, die zum 7:3 führt. Ob Daus angesichts der hohen Führung diesen Pass aus Mitleid für den DIHK schlug, wird wohl ewig ungeklärt bleiben. Er hat aber -dies sei positiv vermerkt- dazu gelernt und diesmal das Tor nicht selbst geschossen, wie beim letzten Spiel gegen den DIHK. In der 85. Minute verwandelt Marius Knaak dann noch eiskalt mit der Fußspitze nach Hereingabe von Dutschke zum 8:3 Endstand.

Fazit: Ein faires Spiel, ein unbequemer aber sehr fairer Gegner. Auch diesmal war der DIHK beinahe gleichwertig, das Ergebnis war in der Höhe nicht verdient. Viel Schatten, wenig Licht bei der Tulpe zu Beginn der Saison, doch noch keins verloren. Wir müssen noch viel üben, wenn der Coup beim Coca-Cola-Cup gelingen soll. Beim Hallenturnier am Ostermontag und beim Auswärtsspiel in Falkensee besteht dazu aber noch Gelegenheit.

 

wh