Grüne Tulpe- SG Deutscher Bundestag 4:4


Aus 0:4 mach 4:4!

Von gefühlten Siegern und Verlierern

Nach zuletzt einem Auswärts- und einem Heimsieg gegen die Mannschaft des Deutschen Bundestags strebten die Tulpen auch den dritten Erfolg in Serie an.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die Mannschaft der SG Deutscher Bundestag präsentierte sich nicht nur personell verstärkt sondern auch verbessert im Poststadion. Die Tulpen dagegen mussten diesmal ohne Ihren Trainer und Abwehrpfeiler Sebastian Wienges auskommen, was zu allgemeiner Orientierungslosigkeit führte.

Bereits nach einer Viertelstunde hatte es die Tulpen bei mildem Herbstwetter zweimal eiskalt erwischt. Zwei Ecken folgten zwei Tore. Erst per Fuss und dann per Kopf wurden die Nachlässigkeiten in der Deckung der Tulpen von den Stürmern in Weiß mit profihafter Kühle bestraft.

Doch es waren nicht nur Standardsituationen, die Gefahr für das Tulpen-Tor brachten. Durch seltene aber wenn dann blitzgescheite Konter kam die Abwehr der grünen Blumen ab und an in die Bredouille. Nach Vorne schaffte es das Mittelfeld kaum für Entlastung zu sorgen. Die Bälle wurden meist lang und weit ins Niemandsland geschlagen und zu schnell verloren. Gegen Ende der ersten Halbzeit beruhigte sich das Spiel und es wurden auch Chancen auf Tulpenseite erspielt. Doch am 0:2 Rückstand änderte sich vor der Pause nichts mehr.

In der "Kabine" herrschte Ratlosigkeit. Kein Trainer "richtete die Blumen wieder hin" und so kam es wie es kommen musste. Die Tulpen starteten wieder indisponiert in den Spielabschnitt und fingen sich zwei weitere Tore. Diesmal wurde die Abwehr "wie eine Schülermannschaft" ausgekontert und die gegnerische "9" ließ den Ball zum 0:3 rechts unten und zum 0:4 rechts oben in den Maschen zappeln. Da war selbst der sonst so souveräne Libero Stefan Witt entgeistert.

Nun drohten die Tulpen auseinander zu brechen. Resignation war in den Gesichtern zu sehen und die Beine wurden schwerer. Die Pfiffe aus der Fankurve hätten sich in einem etwas volleren Stadion nun gehäuft. Die Tulpen spielten zwar nicht schlecht, aber eben doch ohne Durchschlagskraft.

Der Spielbericht für das 0:7 Debakel war nach weiteren Bundestags-Chancen bereits geschrieben als nach einer Ecke plötzlich der vermeintliche Ehrentreffer gelang?! "Abwehrspieler" André Bornstein ließ es sich nach 75 Minuten nicht nehmen auch im 6. Spiel in Folge in der Torschützenliste aufzutauchen.

Doch nun sollte das Spiel eine historische Wende bekommen. Die Grünen besonnen sich auf ihren Teamgeist, stellten die Einzelaktionen ein und waren auf einmal am Drücker. Angriff um Angriff wurde über die Flügel eingeleitet und es ergaben sich Chancen. Die erste nutzte gleich Asgar Ergin nach Traumpass von Hartwig Mayer zum 2:4. Da waren noch 10 Minuten zu spielen und die Tulpen wild entschlossen das Spiel jetzt zu drehen.

Die Nervosität der SG Bundestag wuchs in gleichem Maße wie die Grüne Hoffnung. Kaum noch Entlastung erreichten die inzwischen lustlosen Bundestagsstürmer. Dies bewog die Tulpen, das taktische Mittel "Brechstange" hervor zu holen und den Druck noch mal zu erhöhen. Kurz vor Ende kommen Andreas von Beckerath und Marek Dutschke an den Ball und vollenden gemeinsam zum Anschlusstreffer. Als finaler Torschütze zum 3:4 gilt einstimmig letzterer.

Der Schiri schaut auf die Uhr und zeigt noch 4 Minuten an! Geht da noch was? Da geht doch noch was! Angriff Tulpe über rechts doch der Schuss wird abgeblockt und auf Kosten einer Ecke geklärt. Diese schlägt zum wiederholten Male Toffi Born präzise in den Sechszehner. Der Torwart taucht drunter durch, aber der Schuss der Tulpen finden nur Abwehrbeine. Aus dem Gewirr ragt plötzlich Harwig Mayer hervor, der am Schnellsten schaltet und den Ball zum 4:4! über die Linie schießt! AUSGLEICH!

Fazit:

Die Tulpen haben mit Moral und Kampfgeist auf historische Art und Weise eine Niederlage verhindert, über die man sich nicht hätte beschweren dürfen. 75 Minuten sah die SG Bundestag wie der verdiente Sieger aus, am Ende verließen sie trotz des Unentschiedens den Platz als gefühlte Verlierer. Die Tulpen dagegen berauschten sich noch bis in den späten Abend an ihrem gefühlten Sieg.